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The Flesh Trading Company: Zombificated

Die Zombieapokalypse naht!
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal / Heavy Metal
Spielzeit: 37:55
Release: 25.10.2015
Label: Eigenproduktion

Richtige Arbeitstiere sind die Jungs von The Flesh Trading Company. Die Haßfurter existieren erst seit 2011, aber in dieser kurzen Zeit hat die Formation bereits die zweite Platte am Start. nach „River Runs Red“ kommt nun „Zombificated“ in die Läden.

Was hat sich verändert seitdem? Nicht sehr viel. Die Menschen hinter The Flesh Trading Company waren auch 2011 schon geübte und begabte Musiker, und das sind sie auch heute noch. Klar kann man einen technischen Fortschritt erkennen, aber so wichtig ist dieser eigentlich gar nicht. Viel relevanter ist doch die Frage, ob das Ding genauso knallt wie die Vorgängerauskopplung oder die Live-Shows der Musikerverbindung.

Gleich vorweg: Nein. Die Platte knallt nicht so wie die erste Scheibe der Unterfranken. Sie kracht nämlich viel mehr. „Zombificated“ ist alles andere als ein Zombie. The Flesh Trading Company machen nämlich fast alles richtig. Sie mischen Stile nach Belieben und scheuen sich nicht davor, auch unkonventionelle Wege zu gehen. Am deutlichsten wird diese Bereitschaft in Form des Frontmannes Patrick Gajda. Er schreit, singt, flüstert und spricht. Das soll heißen, er nutzt sein Instrument aus. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen darf man bei Patrick das Wort singen mit gutem Gewissen gebrauchen.

Seine Kollegen stehen im dabei in nichts nach. Dabei besteht das größte Talent der Musiker darin, die Highlights richtig zu setzen und dem Shouter genügend Freiraum zu lassen. Kein Song ist mit zuviel Ballast in Form von überladenen Riffs oder ähnlichem vollgestopft. Alleine schon deswegen ergibt sich ein interessanter Höreindruck, der lange und viele Durchgänge anhält.

Ein in mehrfacher Hinsicht besonderes Lied und auch gleichzeitig eines der besten auf der CD ist die Nummer „Höhe Toter Mann (Le Mort-Homme]. Mal abgesehen vom geschichtlichen Bezug und der grauenvollen Thematik wäre das Lied auch ohne Kenntnis der Hintergründe locker dazu geeignet, dem Hörer eine Gänsehaut zu zaubern. Hohle Schreie, sägende Gitarren, ein schaurig-schönes Solo und ein totengleicher Sprechgesang schaffen ein grusliges Ambiente, das geeignet ist, um jemanden das Fürchten zu lehren. Hier fällt auch der Mann hinter den Kesseln auf. Daniel Wildanger macht kontinuierlich einen sehr guten Job. Punktgenau setzt er die Lieder in Szene und sorgt immer für das richtige Feeling. Er donnert da los, wo es angebracht ist, und er dämpft seinen Schlag in den ruhigeren Momenten (die ja nicht so häufig vorkommen). Somit reiht er sich nahtlos in diesen Haufen perfekt harmonisierender Musiker ein.

Das ist hier überhaupt das Stichwort der Platte: Harmonie! Die Musik klingt so gut abgestimmt und so durchdacht, dass man wirklich lange Freude an der Scheibe hat. Immer wieder trifft man auf Überraschungen, aber keine wirkt irgendwie zufällig. Stundenlanger Hörgenuss ist hier garantiert.

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