Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Faceless: Planetary Duality

Technical Death Metal mit Vocoder
Wertung: 7/10
Genre: Technical Death Metal
Spielzeit: 31:42
Release: 20.02.2009
Label: Lifeforce Records

Während auf dem Debüt-Album „Akeldama“ die Songs noch von vier verschiedenen Drummern eingespielt wurden, konnte sich die Band beim Zweitling „Planetary Duality“ auf Lyle Cooper an der Schießbude einigen und verlassen, sodass nun ein einheitlicherer Sound versprochen werden kann.

Zu allererst lässt sich über den neuen Schlagzeuger sagen, dass er es nicht langsam angehen lässt: Das Tempo jedes einzelnen Songs des Albums liegt konstant im Uptempo-Bereich, oft versehen mit Blastbeats. Der Zwei-Minuten-Opener „Prison Born“ lässt gleich erkennen, dass bei den Gesichtslosen die Technik eine wichtige Rolle spielt und so treffen häufig technisch interessant eingeflochtene Blastbeats auf akzentuiertes Gitarren-Shredding, tiefe Growls und eine Vocoder-Stimme, für die sich Gitarrist Michael Keene verantwortlich zeigt.

Nach dem ruhigen Zwischenspiel „Shape Shifters“ geht es mit „Coldly Calculated Design" direkt weiter im Text, Bassist Brandon slappt, Lyle blastet und die Gitarristen verwenden allerhand verschiedene Spieltechniken und Soundeinstellungen – und einer dieser beiden, Michael Keene, singt sogar eine kurze Passage clean, was er sich jedoch besser gespart hätte. Zum einen passt klarer Gesang nicht im Geringsten in den übrigen Sound und zum anderen ist Michael augenscheinlich – beziehungsweise ohrenscheinlich - kein großes Gesangstalent. Verzerrt er seine Stimme jedoch mit dem Vocoder, ist sie ein überaus interessantes Element, das vielen Songs einen ganz eigenen Touch verleiht, was man sonst – wenn überhaupt – eher selten im Bereich des Technical Death Metals findet.

Das wahre Glanzstück des Albums kommt erst an letzter Stelle der Tracklist: „Planetary Duality II (A Prophecies Fruition)“ ist absolut headbanggeeignet und auch der etwas angezerrte, klare Gesang kommt dank der elektronischen Nachbehandlung weitaus besser rüber. Die Doublebass wird weiterhin penetriert und die Gitarristen hauen in die Saiten, zupfen aber auch feine, klare Melodien zurecht – die in andern Songs leider oftmals auch schnell nervig und aufdringlich wirken. Auch ähneln sich die Songs manchmal zu sehr. Vermutlich liegt es daran, dass die Band es schafft, neun Songs, von denen zwei nur einminütige Instrumentals sind, auf eine Gesamtdauer von 32 Minuten zu strecken.

Die Gesichtslosen haben wieder zugeschlagen, hart und brutal. Ein technisches Death Metal-Album, das vor Blastbeats nur so zu platzen scheint und das zudem mit dem Vocoder-Einsatz einen sehr interessanten und neuen Aspekt bietet. Leider sind die Gitarren-Solo-Parts nicht immer nervenschonend, aber: Ist das wirklich ein Aspekt beim Death Metal? Das sollte jeder für sich selbst entscheiden, mir persönlich macht das Album trotzdem Spaß, ein klarer Gewinn für die Sammlung, auch aufgrund des tollen Artworks.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna