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The Eyes Of A Traitor: A Clear Perception

Kaum 20 Jahre und schon ein Album dieser Klasse
Wertung: 9.5/10
Genre: Deathcore, Metalcore
Spielzeit: 40:34
Release: 02.02.2009
Label: Listenable Records

Nach der 2007er EP „By Sunset“ veröffentlichen die fünf Jungs The Eyes Of A Traitor aus Hertfordshire nun ihr offizielles Debütalbum – teils im Alter von nicht mal 20 Jahren. Eine mehr als bemerkenswerte Leistung, denn das Album ist sowohl kompositorisch als auch spieltechnisch astrein:

Der Opener „Under Siege“ powert direkt unhaltbar los – treibende Doublebass-Beats, harte Gitarren-Riffs, aggressive Screams sowie Growls treffen aufeinander und im Refrain kommt – für Deathcore etwas untypisch – sogar klarer Gesang zum Einsatz. Dieser ist zwar noch kein Geniestreich, reicht für Deathcore aber mehr als aus und fügt sich sehr schön in das Klanggebilde mit ein. „Like Clockwork“ überzeugt durch geniale Breakdowns und tolle atmosphärische Keyboard-Teppiche, die so dezent im Hintergrund gehalten werden, dass man sie beinahe nur unterbewusst wahrnimmt und sich so vollkommen und ungestört auf die brutale, aber nicht nervige Atmosphäre einlassen kann.

„Escape These Walls“ ist ein wahres Meisterstück geworden, besonders die Gitarristen Steve und Metthew sind extrem gut aufeinander abgestimmt. Zum einen prügelt die durchschlagende Rhythmusgitarre den Song weiter nach vorn, zum andern verleiht eine kaum verzerrte E-Gitarre im Hintergrund der Growlings von Sänger Jack dem Stück einen sehr epischen Touch. Für diejenigen die lieber Metal- als Deathcore hören kann ich diesen Song besonders empfehlen, denn auch hier kommen kurzweilig klare Gesangspassagen vor.

Der vergleichsweise ruhige Song „Decorus“ wird durchgehend von einer sehr harmonischen Piano-Melodie begleitet, büßt aber durch die leicht mit elektronischen Effekten (bspw. Echo oder Hall) verzierten Vocals nichts an Härte ein. Die instrumentalen Stellen sind ebenfalls sehr gelungen, vor allem das verspielte Gitarren-Solo gegen Ende des Songs. Nach dem brutaleren und von Doublebass-Attacken durchzogenen Song „Misconceptions“ folgt mit „Echoes“ mein Lieblingssong des Albums. Gegen Anfang klingt er zunächst wie ein weiterer guter, aber unspektakulärer Deathcore-Song, beginnt sich aber ab etwa der Hälfte wie der Phönix aus der Asche zu erheben – Steve und Metthew überzeugen erneut durch grandios aufeinander abgestimmtes Gitarren-Spiel, das sich speziell in episch-melodischen, unverzerrten E-Gitarren äußert, die den Song dann langsam beim Ausfaden zu seinem Ende geleiten. Selbstverständlich machen auch die restlichen Bandmitglieder – Bassist, Drummer und Sänger - einen tollen Job, jedoch ist dieser bei „Hands Of Time“ noch besser, was sich in mehr als gelungenen Breakdowns zeigt. 

Für die Fans der Deathcore-Schule folgt mit „The Impact Of Two Hearts“ noch ein schön brutaler Nackenbrecher, bevor die Scheibe dann allmählich mit dem instrumentalem Titelsong beginnt sich ihrem Ende zu nähern.

Ein klasse Album. Es fehlt weder an Härte noch an Melodie, wie anfangs bereits erwähnt spieltechnisch makellos, das Songwriting ausgezeichnet. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass da noch einiges, ganz, ganz Großes auf uns zukommen wird – darum, bitte: Kauft dieses Album und unterstützt diese junge, vielversprechende Band!

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