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The Exploited: The Massacre

Der Auftakt in die Neuzeit
Wertung: 8/10
Genre: Punk Rock
Spielzeit:
Release: 14.03.2014
Label: Nuclear Blast

Mit der dritten Neuauflage von The Exploited schicken uns Nuclear Blast zurück ins Jahr 1990. Mit „The Massacre“ legte die Formation die wichtigsten Grundsteine um sich nachhaltig etwas vom Punk zu lösen und sich mehr anderen Stilrichtungen (hauptsächlich dem Thrash Metal) zuzuwenden. Die Zeiten für den Punk Rock waren schlecht Anfang der Neunziger. Trotzdem wird zumindest auf Wikipedia behauptet, dass „The Massacre“ das kommerziell erfolgreichste Album der Schotten bislang war. Im Internet lassen sich aber nur schwer Angaben dazu finden. Also behandeln wir diese Aussage einmal mit Vorsicht.

Wenn man „The Massacre“ mit den anderen beiden Re-Releases „Fuck The System“ und „Beat The Bastards“ vergleicht, ist deutlich zu erkennen, dass die Truppe im Jahre 1990 noch viel näher am Punk Rock orientiert war, als in den darauffolgenden Jahren. Musikalisch äußert sich das in einfacheren Songstrukturen, direkter formulierten Texten und einem eher primitiven Sound. Trotzdem kann man schon erkennen, dass die Formation bereits auf der Reise zu neuen Ufern ist. Diverse Soli und vor allem Bassläufe deuten bereits darauf hin, dass sich die Combo weiterentwickelt. Das dürfte im Jahr 1990 vor allem die alteingesessenen Fans verschreckt haben.

1995 wurde die Platte um die vier letzten Songs erweitert, die 1991 live in Japan aufgenommen wurden. Demzufolge ist die Scheibe kein Re-Release, sondern ein Re-Re-Release. Das tut aber nicht viel zur Sache.

Für die Band war der Silberling eine wichtige Platte. Sie legte das Fundament für die beiden nachfolgenden Erfolgsalben, die bis heute einen sehr hohen Stellenwert in der Szene genießen. Jeder, der auf den Thrash Metal der Neunziger, auf sozial-, politik- und gesellschaftskritische Musik oder eine geballte Ladung „Aufs Maul“ steht und solche Musik gern mal auf dem Plattenteller rotieren lässt, der sollte dieses Album sein Eigen nennen.

Als Anspieltipps sind zuerst die ersten drei Songs des Albums anzuführen. Der Titelsong, „Sick Bastards“ und „Porno Slut“ sagen eigentlich schon alles über die Scheibe. Die Texte sind gewohnt roh und direkt, die Musik ist ebenso ungeschliffen und wild und Wattie Buchan zeigt sich wild entschlossen wie eh und je. Mit diesem Album traten The Exploited in eine goldene Ära ein, in der drei richtig fette Alben entstehen sollten. Ganz nebenbei stellten sich die Schotten nun auch neu auf und machten sich bereit für einen veränderten Musikmarkt.

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