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The End: Elementary

Verdammt langweilig und abgenutzt
Wertung: 3/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 50:0
Release: 09.02.2007
Label: Relapse Records

Hardcore und Emo gehen heut zu Tage fast Hand in Hand. Auch wenn sich Bands dieses Genres gerne gegen diese Schublade stellen. So auch bei der mir vorliegenden Platte „Elementary“ von The End. Hier wird man gleich im Einstieg darauf hingewiesen, dass die Band keinesfalls Emo ist. Die Amerikaner fanden sich zu ihrem dritten Streich zusammen und die Öffentlichkeit ist gespannt.

Als ich das durchaus sehr gelungene und schicke Cover das erste Mal sah, war ich sehr gespannt und wusste auch noch nicht genau, was auf mich zukommen würde. Doch bereits nach den ersten paar Tönen wusste ich, dass das kaum Musik nach meinem Geschmack ist. Doch beginnen wir erst mit dem Positiven: Die Produktion der Platte ist tadellos, kraftvoll und energisch. Jedes Instrument ist stimmig abgemischt und stellt sich wunderbar aufeinander ein.

Die Musik der 1999 gegründeten Band ist überhaupt nichts Neues und Überraschendes. Die Stimmung ist depressiv, wie sich das eigentlich für ein Emo-Album gehört, die Texte handeln vom Schmerz und von Gewalt. Also ebenfalls ein wunderbares Klischee. Sänger Aaron Wolff kann durchaus singen, klingt in den cleanen Passagen aber doch eher nach einem Alternative-Popsänger und in den „härteren“ Passagen nach typischen Hardcore-Gesang.

Eine Mischung aus keinem wirklichen Gekreische und keinem wirklichen Gegrunze, doch das steht ihm durchaus zu. Immerhin handelt es sich hier um eine Hardcore-Platte. Wie bereits gesagt, ist die gesamte Platte ziemlich vorhersehbar und scheint wie bereits bereits bekannt. Lediglich einige progressive Riffs brechen aus diesem Gerüst aus.

Der dritte Titel der Platte „Animal“ beginnt mit einem unheimlich zackigem Riff, das direkt ins Knochenmark geht. Ziemlich schnell tritt das Gekreische vom Sänger hinzu. Das Riff verändert sich etwas ins Progressive. Mit cleanem Gesang wird ein eher erdrückendes Riff eingeleitet. Die Musik wandert zwischen aggressiven über depressive hin zu traurigen Parts. Zum Ende hin wird das Tempo noch mal ordentlich angezogen und die Musik wird wieder deutlich gewaltbereiter. Mit einem ordentlichen Ruck endet das Lied.

Das darauffolgende Lied „The Moth And I“ ist für mich der absolute Tiefpunkt der Platte. Quälend langsam und schleppend zieht sich das Lied dahin. Man hat das Gefühl, dass das Lied statt fünf Min eine halbe Stunde lang ist. Der gejaulte Gesang, der so dermassen von Verzweiflung überquillt, unterstützt diesen Eindruck nochmal. In der Mitte des Liedes setzen das erste Mal alle Instrumente richtig ein. Die depressive Stimmung erreicht ihren Höhepunkt. Es würde mich nicht wundern, wenn der Hörer am Ende des Liedes weint und denkt, dass sein Leben die Hölle ist.

Fazit: Alles in allem finde ich das Album verdammt langweilig und abgenutzt. Es gibt keine Erneuerung oder sonst eine interessante Überraschung in der Musik. Das Album ist ein weiteres der zig hundert Hardcore Alben auf dieser Welt. Eine weitere Scheibe, die in die Kategorie, „Alben, die die Welt nicht braucht“, gehört. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass diese Art von Musik überhaupt nicht meinen Vorstellung entspricht. Fans von Bands wie Tool, The Mars Volta, As I Lay Dying könnte diese Musik durchaus zusagen.

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