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The Duskfall: Where The Tree Stands Dead

Was für ein Comeback!
Wertung: 10/10
Genre: Melodic Metal / Melodic Death Metal
Spielzeit: 43:13
Release: 21.11.2014
Label: Apostasy Records

2008 war Schluss. Mastermind Mikael Sandorf hat The Duskfall 2008 selbst aufgelöst, weil er nach eigenen Angaben die Zeit für die Band nicht mehr aufbringen konnte. Völlig überrascht war die Metalgemeinde deshalb, als auf einmal erste Gerüchte aufkamen, dass die Band wieder arbeiten würde und es vielleicht ein neues Album geben könnte. Voilà, hier ist die neue Platte. 

Elf Songs haben es auf den Silberling geschafft und elf Mal treffen The Duskfall ins Schwarze. Egal, ob es schnell und heftig zur Sache geht („To The Pigs“), es melodisch wird („Farewell“) oder auch im Stampfmodus („Hate For Your God“) – The Duskfall können an allen Fronten überzeugen. Einen großen Beitrag dazu leistet Frontmann Magnus Klavborn. Er arbeitet in verschiedensten Tonlagen, schreit, keift, brüllt und singt. Ohne Probleme wechselt der Schreihals zwischen verschiedenen Stimmungen, drängt sich weit in den Vordergrund oder tritt einen Schritt zurück, um den Gitarren mehr Freiraum zu gewähren.

Was alles so natürlich und gewachsen klingt, ist in Wahrheit wahrscheinlich ein ganz schöner Haufen Arbeit gewesen. Zumindest deuten die Songstrukturen darauf hin, dass hier mächtig viel arrangiert wurde und alles ganz genau ausgetüftelt ist. Der Zufall hatte wohl wenig Chancen. Umso eingängiger hört sich die Musik dann auch an. Im Gegensatz zu den weniger flüssigen Vertretern wie „The Charade“ ist der Großteil der Stücke sehr schnell verinnerlicht und macht auch jede Menge Spaß.

Vor allem die ersten drei Songs sind allesamt eindeutige Nackenbrecher. „To The Pigs“ ist sogar ein richtiges Blast-Feuerwerk. In keinem Song kommt aber die Melodie zu kurz. Oft wird sie aber vom Sänger im Alleingang getragen, weil die Gitarren nicht selten im Schruppmodus verharren und die Lieder unerbittlich nach vorne treiben. Damit verbinden sich die Gitarristen ähnlich dicht mit Drummer Fredrik Andersson, der das rhythmische Bollwerk der Formation darstellt. Er erweist sich als sehr sensibel, was die Taktik angeht. Geschickt platziert er Fills, setzt im richtigen Moment aus oder wechselt völlig aus freiem Himmel die Dynamik. So sorgt auch der Trommler maßgeblich mit dafür, dass es nicht langweilig wird auf „Where The Tree Stands Dead“.

Hier gibt es keine Ausreden. Die Platte ist ein Muss für jeden Fan von In Flames, Dark Tranquillity, Deadlock, All Ends und ähnlichen. In Sachen Melodic (Death) Metal kommt „Where The Tree Stands Dead“ locker an die szenebildenden Alben heran und übertrumpft einige vielleicht sogar. Hier kann man völlig bedenkenlos zuschlagen.

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