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The Devil Wears Prada: With Roots Above And Branches Below

...und noch mal einen draufgesetzt
Wertung: 10/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 40:22
Release: 05.05.2009
Label: Ferret Records

Manche Bands bringen gute Alben raus und behalten diese Qualität bei – manche Bands setzen jedoch immer noch mal eins drauf und verbessern sich mit jedem Album. So geschehen bei dem Sixpack The Devil Wears Prada aus Ohio, die mit ihrem neuen Album „With Roots Above And Branches Below“ es wieder einmal geschafft haben, ihr letztes Full Length zu übertreffen.

Elf Metalcore-Perlen sind auf dem Album enthalten, die eine deutliche Steigerung der Leistung der Band verkörpern: Die Screams sind um einiges brutaler, als man es von The Devil Wears Pradas Frontshouter Mike Hranica gewohnt war, die Gitarren sind brutaler, die Breakdowns massiver und tiefer, die Keyboard-Einlagen haben zugenommen und der klare Gesang des Gitarristen Jeremy Depoysters besticht mit noch schöneren Melodien.

Der Anfang des Stückes „Assistant To The Regional Manager“ weist brutale Gitarren mit epischer Melodie auf, welche die brutalen Shouts Mikes begleiten, allerdings im Refrain stellenweise gekonnt pausieren, sodass der klare Gesang noch besser zur Geltung kommt. Zu den tiefen Gitarren mischen sich tiefe, atmosphärische Keyboardteppiche, die dem Song die richtige Stimmung verleihen und natürlich darf der wuchtige Breakdown am Ende nicht fehlen – Breakdownlastig ist ebenfalls das Stück „Dez Moines“, welches erneut speziell die enorm verbesserte Gitarrenarbeit präsentiert – öfter als bei den vorigen Alben wird hier mit klaren Melodien und weniger verzerrten Parts gearbeitet, die den Songs oftmals einen majestätischen Touch verleihen.

Das Riffing zu Beginn des Stücks „Big Wiggly Style“ erinnert etwas an „Live Love Die“ von In Fear And Faith, allerdings gibt sich diese Ähnlichkeit schnell wieder – und sei es nur durch den stark unterschiedlichen Einsatz des Keyboards. Generell ist der Gebrauch dieses Instruments sehr clever arrangiert und in die Songs verflochten, denn viele kleine, aber feine Spielereien, aber auch ausgedehnte, tragende Passagen bereichern die Songs mit synthetischen Klängen, ohne dass man jedoch in den Bereich des Trancecores abdriftet, sondern konstant beim Metalcore bleibt.

Nachdem auch „Big Wiggly Style“ in einem, furiosen, epischen Finale endete, folgen weitere hochkarätige und abwechslungsreiche Songs im typischen The Devil Wears Prada-Stil, bis die große Überraschung aus den Boxen dröhnt: Die Ballade „Louder Than Thunder“ ist sehr langsam geraten, die Gitarren halten sich extrem zurück und das Keyboard ist verantwortlich für die meisten Klänge in dieser vielschichtigen Ballade, die trotz des geringen Tempos eine enorme Energie rüberbringt – dass eine zuckersüße Gesangsmelodie das Ganze noch verziert, ist bei dieser Band natürlich selbstverständlich.

Apropos Melodie: Auch wenn „Lord Xenu“ einer der brutalsten und aggressivsten Songs des Albums ist, ist die Melodie im Chorus sowie die begleitende Piano-Melodie die wohl schönste des ganzen Albums. Auch die Gitarren sind in den entsprechenden Stellen sehr melodisch, hämmern allerdings meistens enorm tiefe Breakdown-lastige Riffs aus den Boxen, die live jeden Magen mitnehmen – unseren Livebericht zum The Devil Wears Prada-Konzert in Bochum findet ihr übrigens hier.

Wie bereits zu Anfang erwähnt, hat sich die Band erneut selbst übertroffen und mit „With Roots Above And Branches Below“ ein weiteres großartiges Album veröffentlicht, das die Vorreiterposition dieser Band im Metalcore-Bereich noch weiter festigen sollte. Wer auf Metalcore mit klarem Gesang steht, wird an diesem Album keinesfalls vorbeikommen – einen Kauf ist es definitiv wert.

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