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The Devil Wears Prada: Dead And Alive

Optisch ein Hingucker, der DVD-Sound verdirbt aber etwas den Spaß
keine Wertung
Genre: Metalcore
Spielzeit: 59:39
Release: 12.10.2012
Label: Roadrunner Records/Warner Music

The Devil Wears Prada sind eine der Bands der neueren amerikanischen Core-Bewegung, die sich mittlerweile auch hierzulande ein recht ansehnliches Standbeim aufgebaut haben. Ähnlich wie beispielsweise die Kollegen von Parkway Drive hat sich mittlerweile eine deutsche Fanbase gebildet, die nach jeder neuen Veröffentlichung und jeder Liveshow lechzt. Mit „Dead And Alive“ haben die Amis jetzt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Hier findet sich nämlich die erste Liveveröffentlichung der Truppe in Form eines CD/ DVD-Packages.

Musiknerds werden schon beim Anschauen des ersten DVD-Tracks feststellen, dass der Fünfer sich als Location exakt dasselbe Venue in Worcester herausgesucht hat wie ihrerzeit Killswitch Engage für ihre „(Set This) World Ablaze“-DVD. Zwischen den beiden Outputs besteht aber ein nicht zu unterschätzender Unterschied: nämlich der Sound. „Dead And Alive“ hat in den Publikumgsreaktionen einen glasklaren Sound auch die Ansprachen von Shouter Mike Hranica kommen einigermaßen druckvoll aus den Boxen, der Rest der Show ist aber aus unerfindlichen Gründen um einiges leiser abgemischt. Das stört nicht nur das Hörvergnügen ganz beträchtlich, man ist auch ständig versucht, den Lautstärkeregler weit nach rechts zu drehen – dann fliegen einem allerdings die Ohren weg, wenn das Publikum zwischendurch begeistert losjubelt.

Optisch bietet die Liveshow der Combo natürlich einiges an Power. Sänger und Gitarrist Jeremy Depoyster ist zwar durch seine Rolle ortsgebunden, dafür springt sein Kollege am Mikro aber motiviert wie ein Flummi über die Bühne. Außerdem bietet der Konzertsaal eine richtig knallige Lichtshow, die sehr gut auf die Songs abgestimmt ist. Schön ist auch, dass man neben diversen anderen Kamerawinkeln auch Shoots aus einer Art Vogelperspektive serviert bekommt, die die Action im Publikum auffangen.

Die Setlist hat den Schwerpunkt erwartungsgemäß auf dem letzten Album „Dead Throne“, schließlich handelt es sich hier um einen Auftritt der gleichnamigen Tour aus dem letzten Jahr. Gut die Hälfte der Songs entspringen diesem Album, die ersten drei Alben „Dear Love: A Beautiful Discord“, „Plagues“ und „With Roots Above And Branches Below“ und auch die „Zombie EP“ kommen hier definitiv um einiges zu kurz. Da werden sich auch Die-Hard-Fans vermutlich ein wenig ärgern.

Neben dem Livegig befindet sich natürlich auch noch ein „Behind The Scenes“-Bonusteil mit Interviews auf der DVD. Hier halten sich die akustischen Schwankungen zum Glück sehr in Grenzen, und auch inhaltlich wird einiges für die Fans der Band geboten, da sich die Mitglieder nicht nur über die Tour, sondern auch über Songwriting und ihre Alben auslassen. Mit Hintergrundinfos und optischen Eindrücken wird also nicht gegeizt.

Fazit: Wäre der absolut störende Mix aus laut und leise auf der DVD nicht, könnte man sich das gute Stück mit viel Begeisterung anschauen. Auf der beiliegenden Live-CD besteht das Problem nicht – wer also auf die Bilder-Bespaßung verzichten kann, fährt mit der CD-Variante definitiv besser. Angenehm natürlich und ungekünstelt kommt dafür das Bonusmaterial rüber, in dem die Truppe ganz ungezwungen und irgendwie sogar ein bisschen schüchtern von dem Bandleben erzählt. Für wirkliche Fans der Band ist die erste Live-DVD/ CD der Truppe schon an und für sich eine gute Ergänzung zur Diskografie, nur wird man sich sicherlich über Sound und Tracklist ein wenig ärgern.

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