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The Cumshots: Just Quit Trying

Ein sehr abwechslungsreiches Album
Wertung: 8.5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 47:11
Release: 29.08.2008
Label: Rodeostar

Das Coverdesign ist unauffällig, die CD – als schwarz-goldene Schallplatte bedruckt – lässt von außen den Eindruck aufkommen, man hätte es mit einer Rock’n’Roll-Scheibe zu tun – aber „Just Quit Trying“ von The Cumshots fängt mit Knalleffekt an: Der abrupte Einstieg der Gitarren lässt einen seine Prognose überdenken: Keineswegs einfacher Rock’n’Roll tönt hier aus den Lautsprechern, es ist mindestens Death’n’Roll mit einer kräftigen Prise Heavy Metal.

Mag der Opener „Praying For Cancer“ vom Titel und vom Text her – der Sänger möchte Krebs haben, weil er möchte, dass seine Angebetete ihn liebt – ziemlich makaber sein: Für das Album legt er ein ordentliches Tempo vor; der Song macht Stimmung. Hier wechseln sich kraftvolle Riffs in der Strophe mit Stakkato-Gitarren in Bridge und melodischeren Parts im trotzdem keineswegs weichen Refrain ab.

„Bitter Erection“, der fünfte von zehn Tracks des Albums, bietet vor allem schwere, langsamere Gitarrenriffs, die durch die Vocals von Sänger Max Cargos perfekt ergänzt werden und sich stetig an der Grenze zwischen Cleangesang und Growls bewegen. Überrascht wird der Hörer an einem Punkt in der Mitte des Songs, an dem urplötzlich die Gitarren aussetzen und nur noch Bass und Schlagzeug zu hören sind, was einen sehr netten Effekt gibt. Ein weiterer bemerkenswerter Punkt an diesem Song ist der Umschwung, der zwei Minuten vorm Ende eintritt: So steigert sich der Song, bis die Riffs verschwimmen, um dann plötzlich nur noch auf Akustikgitarre und Cargos angezerrte Vocals zu bauen, welche sich mit dem cleanen Gesang von Gitarrist El Doom abwechseln. Nach etwa einer Minute dieses reduzierten Spieles kehrt die Band wieder zum vorherigen Riff zurück.

Der letzte Song des Albums, „Baptized In Broken Glass“, fängt, erneut mit schweren Gitarrenteppichen, in einem sehr getragenen, langsamen Tempo an, um dann ohne Ankündigung viel an Tempo zuzulegen: Das Schlagzeug wechselt auf einen Blastbeat-ähnlichen Beat, der Sänger bewegt sich noch näher an die Growl-Grenze heran. So gibt es ein stetiges Wechselspiel zwischen dem schnellen und dem langsameren Teil. Unterbrochen wird dies dadurch, dass die Band die Verzerrung zurücknimmt. Das Riff des Anfangsparts wird aufgenommen, jedoch fehlt die Schwere, die den Sound eben dort noch ausmachte.

„Just Quit Trying“ ist ein sehr abwechslungsreiches Album, welches viele Überraschungen innerhalb der einzelnen Songs selbst bietet. Auch nach mehrmaligem Durchhören wird man so nicht gelangweilt.

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