Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Crimson Armada: Guardians

Die rote Flotte hat die Segel gesetzt
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 41:33
Release: 07.07.2009
Label: Metal Blade

Ein gutes Jahr für alle Lokalpatrioten aus Ohio – viele der dort entstammenden Bands haben dieses Jahr ein Album veröffentlicht, unter anderem The Devil Wears Prada, Miss May I oder The Crimson Armada. Die blutrote Flotte, so die deutsche Übersetzung des Bandnamens, zieht nun im Jahre 2009 mit einem Plattenvertrag bei Metal Blade los um weitere Gefilde zu erobern. Ihre Waffe: „Guardians“, das so betitelte Full-Length-Album.

Musikalisch ist der neue Angriff auf die Lauscher im Deathcore beziehungsweise Metalcore anzuordnen. Das stellenweise doch recht technische Riffing, welches im Songaufbau, gerade auch aufgrund des sehr variierenden und dynamischen Schlagzeugs, etwas chaotisch wirkt, lässt sich größtenteils vom Aufbau aus betrachtet im Metalcore einordnen, während die ebenfalls stark variierende stimmliche Leistung auch gute Deathcore-Parts aufzuweisen hat, wie es vor allem bei dem Song „The Serpents Tongue“ deutlich wird. Auf klaren Gesang wird komplett verzichtet, allerdings ist von tiefen Growls, über markerschütternde Schreie bis hin zu Grunts alles vertreten – und zwar mit einem großen Maß an Energie. Die Instrumentalisten liefern eine grandiose Leistung ab, so sind die Riffs gleichweise melodisch wie enorm brutal; zudem verstehen es die Männer an den Saiten gekonnt notwendige Pausen in die Songs zu integrieren, sodass der Sound nicht zu überladen wirkt.

Selten gab es eine derart mitreißende, geladene technischere Metalcore-CD, bei der man schon nach nur wenigen Durchläufen bereits viele Stellen problemlos mitschreien konnte – vor allem die beiden empfehlenswerten Tracks „The Sound, The Flood, The Hour“ und „The Final Words“ gehen direkt ins Ohr und bleiben dort noch lange hängen. Einige wenige Songs finden sogar in einigen Keyboard-Spuren eine Begleitung, allerdings ist die Umsetzung der teilweise orchestralen, teilweise synthetischen Flächensounds noch nicht das Gelbe vom Ei – beispielsweise wird der Song „The Serpents Tongue“ teilweise von einer interessanten Pianomelodie untermalt, allerdings sind die übrigen Keyboardsounds weniger gelungen. Die Keyboardpassagen zu Anfang des Songs „The Architect“ lassen zwar eine geschickt umgesetzte Atmosphäre entstehen, allerdings wirkt das Ganze noch etwas gezwungen.

Das „Outro“ des Albums greift noch mal das Intro des vorigen Songs auf, diesmal jedoch in stark verlangsamter Form und etwas beschaulicher übertragen auf das Klavier – eine schöne Idee um das so treibende Album dann ruhig ausklingen zu lassen. Mit nur neun richtigen Songs bringt es die Band auf eine Laufzeit von über 41 Minuten – eine anständige Leistung, gemessen an der Menge der Songs und dem Fakt, dass hier nur sehr wenige Riffs wiederholt werden.

„Guardians“ ist ein sehr schönes Album geworden, das eine interessante Mischung aus Death- und Metalcore bietet, die man nicht missen sollte. The Crimson Armada verstehen es, einen enorm eigenständigen Sound zu kreieren, den man nur schwer mit anderen Bands vergleichen kann – als einzige etwas ähnliche Band würde man die ebenfalls aus Ohio stammende Underground-Truppe Messiah anführen können, allerdings steht auch dieser Bereich auf recht wackeligen Beinen, da The Crimson Armada eine ganz andere Liga sind. Zwar ist noch etwas Platz nach oben vorhanden, aber alles in allem  ist „Guardians“ ein durchweg empfehlenswertes Album geworden.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna