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The Course Is Black: The Blackness Within

Einige starke Tracks
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 15:04
Release: 01.07.2011
Label: Eigenproduktion

Man kennt das ja inzwischen: Da flattern einem eine Handvoll Promos ins Haus, man durchwühlt die beigelegten Zettel nach Labelangaben und muss schließlich irritiert feststellen, dass einige Bands einfach kein Plattenlabel haben, obwohl – tja, obwohl sie die Lautsprecherboxen gleich in Grund und Boden hämmern. Zum Glück sind das nur die Mini-Boxen am Computer – ein leises Summen links verrät die akustische Überlastung, aber scheiß drauf, ein bisschen Schwund gibt’s immer.

The Course Is Black zerschmettern also gerne die provisorischen Soundsysteme ihrer Rezensenten, aber ganz nebenbei stellen die Jungs mit „The Blackness Within“ auch noch ihre zweite EP auf die Beine, die sich zwischen halsbrecherischen Gitarrenfahrten und den heftigst Halsschmerz verursachenden Growls von Sänger Markus im Bereich Melodic Death Metal einpendelt. Im "Do It Yourself"-Verfahren haben die Oberbayern ihr zweites Scheibchen aus dem Boden gestampft, alles blieb also so weit in der Familie, und mit dieser Einheit im Rücken können die fünf Songs auf die Menschheit losgelassen werden.

The Course Is Black reden gar nicht lange um den heißen Brei herum, sondern brettern mit dem Opener und Titeltrack direkt durch die sprichwörtliche Wand – eingeleitet von einem kurzen und knackigen Intro, keift sich Markus direkt durch den Text, mal richtig fies, mal mit tiefen Growls. Schön ist natürlich anders, aber der Song hat schon eine riesige Durchschlagkraft und bleibt vor allem trotz sehr spärlich eingesetzter Melodien lange im Gedächtnis. Wenn das so weitergeht, haben TCIB einen Platz in meinem Herzen und CD-Schrank sicher.

„The Course“ und „Beloved Child“ tendieren so ziemlich in eine ähnliche Richtung, wobei letztes mit gerade einmal einer Minute und 40 Sekunden Spielzeit fast schon Grindcore-Züge annimmt. Markus schreit sich in bester Todesmetallmanier durch die beiden Stücke, unterstützt von relativ old-schooligen Gitarrenriffs und einem tierisch rasanten Schlagzeug. Schlecht sind die beiden Songs beileibe nicht, viel mehr können die Jungs hier ihr technisches Können zur Schau stellen und ein bisschen Griffwichserei betreiben – wirklich von Hocker haut einen dann aber erst wieder „Chaos Of Time“ mit seinem sehr einprägsamen Mainriff. Der Rausschmeißer „Under The Flame“ zeigt sich wieder prügelfreudiger, förmlich kann man sehen, wie bei den Liveshows der Jungs zu dem Song ein Circle Pit entsteht.

Die Präsenz von „The Blackness Within“ und „Chaos Of Time“ halten die Herren zwar leider nicht über die ganze Spielzeit von gerade einmal einer Viertelstunde, dafür hauen sie aber einige schmackhafte Gitarren- und Drumparts raus, die sicherlich das ein oder andere Metallherz höher schlagen lassen wird. Sollte in absehbarer Zukunft eine Full-Length-Platte der Jungs erscheinen, darf man sich auf jeden Fall auf Headbang- und Moshaction gefasst machen – mit „The Blackness Within“ hüpfen The Course Is Black zumindest schon aufs Sieben-Punkte-Podest, mit der Aussicht auf mehr.

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