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The Contortionist: Language

Auch mit neuem Sänger eine gute Mischung
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 48:45
Release: 15.09.2014
Label: eOne Music/Good Fight Music

The Contortionist stehen vor dem Release ihres dritten Full-Length-Albums – ohnehin als „Make it or break it“-Album bekannt, erschwerend kommt noch hinzu, dass Sänger Jonathan Carpenter die Band letztes Jahr verlassen hat und sein Nachfolger Michael Lessard sich hier erstmalig in Albumform beweisen muss.

Bisher hat das Sextett aus Indiana es so gehalten: Progressive Metal, schöne Melodiebögen, klarer Gesang, amtliches Geschrei. Die Mischung macht’s, da geben sich die Amis auch auf „Language“ keine Blöße: Das bewährte Grundmuster wird so ziemlich beibehalten, natürlich klingt aber dank des neuen Vokalisten alles etwas anders. Man muss sich ein bisschen an die gepressten Schreie gewöhnen, aber ansonsten macht der gute Mann seinen Job nicht schlecht.

Nach wie vor ist die Band nichts für schwache Nerven und „Nebenbei-Hörer“, denn der Sechser verwirrt den geneigten Hörer ganz gerne mal mit abstrusen Gitarrenläufen, komplexen Arrangements und gekonnten Fills, die es etwa schwierig machen, sich auf ganzer Albumlänge auf die Musik zu konzentrieren. Aber: Fans der Band haben sich daran sicherlich schon gewöhnt und mittlerweile eine gesteigerte Aufmerksamkeit entwickelt.

Trotz verhältnismäßig schwerer Kost lassen sich aber schon im ersten Durchlauf einige Highlights herausfiltern: „Arise“ beispielsweise besticht mit ganz wunderbarem, sphärischem Gesang, der im krassen Gegensatz zu dem fiesen Geschrei steht. Den Headbangern wird das Mitmachen durch die häufigen Tempowechsel hörbar erschwert, dafür kann man sich während des Klargesangs beseelt hin- und herwiegen.

„Ebb & Flow“ wartet dann mit einer starken Gesangsleistung auf, clevererweise haben die Jungs hier klaren und extremen Gesang übereinander gelegt, wobei ersterer deutlich dominanter erschallt. Gerade das kaum zu vernehmende Geschrei ist aber in diesem Part das Tüpfelchen auf dem i. Und: Mr. Lessards Klargesang kann sich wirklich hören lassen, weiß sogar etwas mehr zu gefallen als der seines Vorgängers – der wiederum hat aber meiner Meinung nach die knackigeren Growls abgeliefert. Natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, eine schlechte Wahl haben The Contortionist aber keineswegs getroffen.

Mit den beiden „Language“-Teilen wurde der Albumtitel dann gleich in zwei Songs verpackt. „Language I: Intuition“, als erste Single via iTunes ausgekoppelt, bewegt sich zu Beginn in recht ruhigen Gefilden, kurz schreit eine Gitarre auf, überraschenderweise geht es dann aber mit derselben Ruhe und leisem Gesang weiter. Das Schlagzeug stört die Ruhe etwas, scheint es sich doch immer eine Millisekunde abseits des Rhythmus' zu bewegen, ansonsten kann der Track aber überzeugen. Übergangslos folgt sein Partner „Language II: Conspire“, der wesentlich mehr auf technischen Progressive Metal fixiert ist und gleich zu Beginn mit Gitarrengefrickel und Geschrei aufwartet. Als bedrohliches Gegenstück funktioniert der Song super, alleine für sich ist er aber ein wenig sehr technisch und anstrengend.

Insgesamt hatte man The Contortionist eine Spur härter in Erinnerung, das neue Gewand steht der Band aber gut, weshalb auch Fans der ersten Stunde sicherlich ihre Freude daran haben werden. Insgesamt wird der rote Faden allerdings ein wenig überstrapaziert und droht an vielen Stellen zu reißen – daher „nur“ sieben Punkte.

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