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The Committee: Memorandum Occultus

Die Messlatte liegt verdammt hoch!
Wertung: 9/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 45:03
Release: 25.02.2017
Label: Folter Records

Es sei dahingestellt, ob es gerecht ist oder nicht, aber das aktuelle Werk von The Committee, „Memorandum Occultus“, muss sich an deren grandiosem Debütalbum „Power Through Unity" messen. Dass die Latte somit verdammt hoch liegt, braucht man niemandem erklären, der das 2014er Output der maskierten Herren kennt. „Power Through Unity“ war ein überragendes Album, ist ein überragendes Album und wird wohl für lange Zeit ein überragendes Album bleiben. Und jetzt kommt der Nachfolger, der bei einem derartigen Referenzwerk doch eigentlich nur verlieren kann, was auf „Memorandum Occultus“ aber keinesfalls zutrifft, soviel sei vorweggenommen.

Das Album besteht aus sechs Liedern und hat eine Spieldauer von 45 Minuten. Auch ein nur mittelmäßiger Mathematiker erkennt hier, dass die Lieder wohl Überlänge haben. Dies wirkt sich jedoch keinesfalls negativ aus. Der gebotene melodische, erhabene Black Metal ist wie bereits auf dem Vorgänger sehr kurzweilig, geht bei aller Härte gut ins Ohr und lässt die Minuten wie im Flug dahinschwinden. Die musikalische Grundausrichtung ist der auf „Power Through Unity“ sehr ähnlich, wobei auf dem aktuellen Werk etwas mehr Abwechslung geboten ist. Der epische Black Metal, der sich nach wie vor hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, im gemäßigtem Tempo abspielt, wird durch gelegentlich aufkommende Fremdeinflüsse wie Akustikgitarren oder gesprochene Passagen angereichert. Musikalisch ist „Memorandum Occultus“ vieles: Es ist eingängig, es episch, es ist stellenweise aggressiv, es aber auch sehr düster.

Und diese Düsternis passt sehr gut zu den textlich behandelten Inhalten des Albums. Es tut unheimlich gut, ein Black-Metal-Album vor sich zu haben, das diese Bezeichnung verdient und auf dem die Wörter „Black“, „Fire“, „Hell“ und, ganz wichtig, „Sataaaan!“ nicht im Überfluss vorkommen. The Committee widmen sich textlich einigen aktuellen, weltpolitischen Baustellen und zeigen damit, dass man sich nicht der Märchen- und Fantasyliteratur bedienen muss, um bedrohliche oder deprimierende Themen zu vertonen. Drogen („Synthetic, Organic Gods – Weapons Of Genocide“), Geld und Konsum („Golden Chains – Weapons Of Finance“) oder die gute alte Religion („Treacherous Teachings – Weapons Of Religion“) werden in den Texten auf vergleichsweise anspruchsvolle Art angesprochen und kritisiert. Das ist für ein Black-Metal-Album nicht alltäglich und verdient somit hier eine besondere Erwähnung. Auch wenn es The Committee keinesfalls nötig hätten, die mehr als überzeugende musikalische Leistung der Truppe mit solchem Beiwerk noch aufzuwerten.

Fazit: The Committee können mit ihrem zweiten Album nicht ganz an die Genialität des Vorgängers anknüpfen, es gelingt ihnen aber beinahe. „Memorandum Occultus“ ist eine höchst düster-atmosphärische Black-Metal-Scheibe, an der es eigentlich nichts auszusetzen gibt, außer dass es nicht ganz so überragend ist wie der Vorgänger. Trotzdem bleibt natürlich, eine unbedingte Empfehlung auszusprechen.

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