Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Claymore: Sygn

frisch zelebrierter Power-/Speed-Metal
Wertung: 7/10
Genre: Power-/Speed-Metal
Spielzeit: 42:04
Release: 21.11.2008
Label: Black Bards Entertainment

Castrop-Rauxel ist eine beschauliche Stadt im nordöstlichen Ruhrgebiet und gleichzeitig auch Heimatstadt von The Claymore. Ebendieses im Jahr 2000 gegründete Quintett hat nun, vier Jahre nach Veröffentlichung ihres Debüts „Monument“ ein neues Album mit Namen „Sygn“ am Start. 

Die Band liefert eine Mixtur aus Speed-Metal, leichten Progressiv-Einflüssen, sowie amerikanisch angehauchten Power-Metal. Die Melodie steht zumeist klar im Vordergrund, genauso wie der Abwechslungsreichtum. Zwar ist der gesamte Longplayer sehr komplex gehalten, was durch diverse Tempi-Wechsel hervorgerufen wird, dennoch kann man als Hörer sehr gut folgen. Manche Fans von Edguy oder Iron Maiden werden vielleicht leichte Anklänge an ihnen bekannte Songs erkennen. Was man sich vielleicht für nachfolgende Werke wünschen könnte sind ein paar individuelle Einflüsse mehr und ein höherer Wiedererkennungswert.

Der Speed steht häufig klar im Vordergrund was man spätestens nach enden des akustischen Intros des Openers „The Angel’s Assassination“ bemerken muss. Dynamisch gesehen bewegt man sich meist im up-tempo Bereich, was allerdings durch die etwas ruhigeren Vocals abgerundet wird. Bei Stücken wie „Eternal Glory“ oder „Dawn On The Road“ dürfen sich alle Bandmitglieder kräftig austoben und als Resultat bekommt man das ein oder andere kräftige Gitarrenriff geboten. Jedoch sprintet man hier nicht einfach durch die neun Titel. Es gibt auch ein paar mid-tempo Rocker wie „Guardian Of Time“, „Soulseeker“ oder „27 Years“. Aber auch innerhalb der Tracks herrscht Abwechslung, schön zu hören bei „Eternal Glory“, dem ältesten aber fast auch härtesten Stück. Er beginnt sehr flott wird dann ruhiger, um sich dann erneut aufzubauen. 

Bei den letzten beiden Songs „27Years“ und „Dawn On The Road“ nutzt man noch ein Mittel, um etwas Spannung einzubauen: Breaks. Wenngleich es bei erstgenannten Stück etwas zu lang erscheint, um richtig wirken zu können. Beim Schlusstitel werden die Breaks noch dadurch unterstützt, dass es danach immer anders, in anderer Dynamik, weitergeht.

Die Stimme von Sänger Andreas Grundmann ist klar, melodisch und mit typisch progressiver Färbung. Jedoch wird sie, wenn er länger in höheren Lagen singt, etwas unangenehm, weshalb der Hörer auch mal über etwas tiefere Lagen wie bei „Borderline“ oder „Soulseeker“ erfreut ist. In Sachen Stimmgewalt ist an manchen Stellen noch Luft zum Entwickeln. Im Allgemeinen werden die einzelnen Facetten des Gesangs innerhalb der Songs gut gemischt und teilweise durch Chöre ergänzt. 

The Claymore versuchen immer wieder einen möglichst vollen, atmosphärischen Klang zu erzeugen, was ihnen auch bei Tracks wie dem Opener, „Borderline“ oder den letzten drei Songs des Studiowerkes gelingt. Nimmt man sich dann im Vergleich mal „Slaine The Allmighty“ vor merkt man schon, dass hier etwas die Power fehlt und das liegt nicht am etwas ruhigeren Tempo, der Funke schafft es einfach nicht überzuspringen, das Stück hängt einfach in der Luft. Ähnlich ist es bei „Guardian Of Time“. Der Titel scheint sich selbst zu bremsen.

Fazit: The Claymore haben das Rad zwar nicht neu erfunden, aber bieten auf „Sygn“ amtlichen Progressiv-/Power-/Speed-Metal. Technisch gesehen kann man nichts meckern. Alle fünf haben ihr Können klar unter Beweise gestellt und die Produktion ist ebenfalls im grünen Bereich. Was schade ist, ist, dass die Qualität der Songs zur Mitte hin etwas abnimmt, sodass man diese Stücke nicht als etwas Besonderes wahrnehmen kann. Ansonsten ist das Album aber zu empfehlen, wer weiß, vielleicht machen die Fünf, das, was einem auf CD missen mag, live wieder wett. Man darf gespannt sein auch darauf, was die Zukunft The Claymore bringen wird. 

comments powered by Disqus