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The Butcher Sisters: 68 Undercover

Ein neues Jahr wird brutal eingeläutet
Wertung: 8/10
Genre: Rap, Hardcore
Spielzeit: 13:04
Release: 05.01.2018
Label: Bleeding Nose Records

Okay, erstes Review 2018. Das sollte schon was Besonderes sein. Da passt die Cover-EP der Mannheimer Assis The Butcher Sisters doch wie Arsch auf Eimer: vier Songs, viermal voll auf die Fresse, viermal Kontrollverlust zwischen Rap, Hardcore und Mannheimer Schnauze. Mit dabei – und da werden sich jetzt einigen Metalheads die Fußnägel hochrollen – sind unter anderem Tracks von K.I.Z. und Haftbefehl. Muss man mögen, keine Frage, klingt im TBS-Gewand aber ziemlich geil.

Dass man The Butcher Sisters gut dosiert konsumieren muss, ist spätestens seit dem Full-Length-Album „Respekt Und Robustheit“ klar, dass auf die Dauer nicht nur die Synapsen verknotet, sondern auch das körpereigene Gesamtniveau gefährlich senkt. Dass die Jungs auch covern können, war aber irgendwie schon von vornerein klar.

Angefangen wird hier mal ganz entspannt mit dem Toni D.-Song „Hundert Metaz“, bei dem man sich weder über Rechtschreibung noch Grammatik echauffieren darf – die Möglichkeit hat man auch gar nicht, weil das Sextett den Hörer sofort an die Wand nagelt, Rapper Alex und Schreibolzen Matsches direkt von beiden Seiten den Angriff starten und die breiten Gitarrenwände eine ordentliche Basis hinzimmern, aus der es so schnell kein Entrinnen gibt.

„Ellenbogengesellschaft (Pogen)“ von K.I.Z. groovt dann deutlich mehr und wird sicherlich dank des „Ihr sollt pogen!“-Aufschreis ein neuer Live-Smasher werden, bei dem Zähne und Knochen nur ungern an Ort und Stelle bleiben werden. Zeilen wie „Ohja Baby, piss mich voll wie einen Schwangerschaftstest“ hätten dann auch gut und gerne aus der Feder von TBS selbst stammen können – das Niveau sinkt, aber es hat Spaß dabei.

„Ich rolle mit meim Besten“, im Original eine Kollaboration zwischen Haftbefehl und Marteria, wurde von den Mannheimern bereits im Herbst 2016 neu eingeprügelt, und schlägt so ziemlich in dieselbe Kerbe wie die ersten beiden Tracks; die Tempowechsel sorgen für einen Hauch weniger Aggression und zumindest einige kleine Verschnaufpausen. Gerade „Ich hab Polizei“ fällt dann qualitätsmäßig ein bisschen hinten runter, aber mit den beiden starken Opener kann man es auch nur schwer aufnehmen.

The Butcher Sisters sind sich nicht zu schade, den aufgeführten Rappern ordentliches Tribut zu zollen – ganz ohne Verarsche, wie es bei genrefremden Metalcovern ja gerne mal unterschwellig mitschwingt, sondern durch und durch gut hörbar. Da können sich die Gecoverten eigentlich nur freuen, wird doch sicherlich nochmal das Interesse angeregt. Und 2018 gleich standesgemäß brutal eingeläutet.

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