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The Burning: Hail The Horde

Leider weit entfernt von dem Kaliber des Vorgängers, trotzdem ein gelungenes Thrash-Album
Wertung: 7.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 50:10
Release: 22.10.2010
Label: Massacre Records

Eineinhalb Jahre ist es her, seit die Dänen The Burning hier für richtig fette Action gesorgt haben. Das zweite Album „The Rewakening“ sorgte schon für einige Furore und somit liegt die Messlatte für Album Nummer drei recht hoch. Da ich die Reaktionen vom letzten Album noch kenne, werden erstmal die Fenster geschlossen und der Lautstärkeregler bei acht positioniert und abmontiert. Dann kann es endlich losgehen.

Sehr unheilvoll wird man hier vom Gebrüll der Monster aufgefordert, sich zum Moshen bereit zu machen. Ein fröhlicher „All Hail The Horde“-Weckruf und los groovt das dänische Thrash-Monster. Der Schädel fliegt vor und zurück und das Adrenalin schießt in den Körper. Jawohl, so muss das sein. Einzig und allein der Refrain will nicht so ganz munden, da er ein wenig glatt gebügelt erscheint. Da ist zuviel unaggressive Melodie drin, zumindest für die Schweden. Auch hier wird ein wenig schmerzlich der zweite Gitarrist vermisst. Denn auch Neuling Alex The Kid kann natürlich zeitgleich nur eine Axt bedienen.

„Bait The Hook“ beweist dann, dass der Death-Anteil deutlich zurückgegangen ist. Man bewegt sich auf diesem Album mehr im groovenden Thrash-Segment. Eine Prise Core mag auch noch mitschwingen, wenn sich Johnny Haven die Seele aus dem Leib schreit, aber es liegt deutlich weniger Düsterkeit in der Luft, auch wenn die Einleitung zum Opener etwas anderes hätte vermuten lassen können. Schade, dass Thue Moeller nicht für mehr Tiefton sorgt, das wirkt mir irgendwie ein wenig zu allgemein.

„Flames Be Your Friend“ lässt dann zwar auch das Haupthaar wedeln, aber letztes Jahr ging das noch anders ab. Drei Songs und noch kein Schaden in der Einrichtung, hm… das gibt zu denken. Mitgrölen kann man aber beim Refrain immer noch.

„The Nihilist Life“ thrasht sich etwas zügiger durch das Trommelfell. Leider geht damit aber auch noch mehr bisher erworbener Flair verloren. Nicht falsch verstehen: Die Dänen zocken auf hohem Niveau, aber so wirklich richtig in Ekstase zu versetzen schaffen sie bislang noch nicht. Wo sind Songs wie „Carnivora“, „Eight Legged Omen“ oder „Evangelical Cannibal“?

„Swing The Pendulum“ kann da auch nicht viel helfen. Im niedrigen Midtempo schleppt sich der Song langsam, aber mit dem bekannten Groove vorwärts. Der Schädel nickt gefällig mit. Das Gitarrensolo gefällt, könnte aber eher zu einer „normalen“ Heavy Metal-Band passen. Das punktgenaue Drumming ist mehr als nur solide. Man darf schon gespannt sein, ob da live mehr geht auf ihrer bevorstehenden Tour mit Raunchy und Invocator.

„Wolfmoon“ fällt dann leider noch mehr ab und man hat das Gefühl, dass es jetzt langsam in Richtung Mittelmäßigkeit abdriftet. Oh Mann, was ist nur in Dänemark passiert die letzten achtzehn Monate? Johnny, bist du inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen oder warum wirkst du immer unbedrohlicher?

Der Titeltrack „Hail The Horde“ ist dann leider auch nicht das rettende Ufer. Recht mittelprächtiger Song, der zumindest mit druckvollem Sound ausgestattet wurde. Zu wenig, um den Erwartungen nach dem letzten Output zu entsprechen. Da hilft es auch nicht, wenn durch eine Flüstertüte geschrien wird.

„Inverted Cross Syndrome“ ist dann allerdings endlich der erste richtige Lichtblick. Zügig donnert das Lied durch die Ohrkanäle, um im Refrain ein wenig den Moshfaktor zu erhöhen. Ja, warum denn nicht schon früher auf dem Album in dieser Form? Der Nacken bekommt wieder mehr zu tun und der Fuß stampft kräftigst mit. Hoffentlich ist das nicht der älteste Track auf diesem Album.

„Metamorphosis“ groovt sich mal wieder recht fett ein. Auch der Bass darf mal kurzweilig in den Vordergrund. Das macht zumindest Spaß, auch wenn nicht gerade Begeisterungsstürme zu verzeichnen sind.

„Baptized In Bongwater“ kann dann trotz starker Gitarre nur den erreichten Level halten. Das Haupthaar wird gut gelüftet, aber da ist man mehr gewohnt von den Dänen.

„Turn Or Burn“ ist das kürzeste Lied des Albums. Kein Wunder, wird doch mal zu Beginn richtig Tempo vorgelegt. Das verläuft sich aber wieder und wirkt letztendlich dann schon wie vieles Gehörtes auf diesem Album.

„Disownment“ gehört dann mit seinen fast fünf Minuten zu den beiden längsten Tracks der CD. Leider zieht sich der Song aber auch wie ein alter Kaugummi. Nein, da hätte ich wesentlich mehr erwartet.

Fazit: Ich kann nicht genau sagen, ob einfach nur meine Erwartungen zu hoch angesetzt waren oder ob der leichte Stilwechsel nun doch so entscheidend war. The Burning haben keinen richtigen Kracher auf ihrem aktuellen Album und glänzen mehr durch die solide Gesamtleistung. Das war 2009 noch anders. Schade, aber immerhin kann insgesamt gesehen noch eine recht gute Gesamtnote verteilt werden.

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