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The Browning: Isolation

Mit viel Druck und etwas fehlender Inspiration
Wertung: 7,5/10
Genre: Metalcore/Trancecore/Deathcore
Spielzeit: 43:33
Release: 24.06.2016
Label: Spinefarm Records

DreiDreiDreiDrei Jahre nach „Hypernova“ schicken The Browning mit „Isolation“ ihr drittes Werk ins Rennen. Wie schon auf den Vorgängern gibt es auf dem Neuling ebenso ein Gemisch aus Metalcore und starken Elektroeinflüssen.

Was also gemeinhin als Trancecore bezeichnet wird, möchte man auch nur zu gerne den Amis überhelfen. Vergleiche zu anderen Bands zu ziehen, ist eigentlich nur insofern sinnvoll, um die Unterschiede deutlich zu machen. Weder ist der Vierer von einer gewissen Lieblichkeit wie We Came As Romans überzogen, noch so partytauglich wie einige Formationen hierzulande, leider allerdings auch nicht ganz so kreativ wie Enter Shikari. The Browning gehen gegenüber anderen Bands einfach mit einer größeren Brutalität ans Werk, was sich schon beim Eröffnungsstück „Cynica“ recht deutlich zeigt. Hier wird man mit einem unglaublichen Druck empfangen, zudem überzeugt Frontmann Jonny schon zu Beginn mit fetten Growls und brüllt sich das erste Mal deftig das Gedärm aus dem Körper. Wobei er sich allerdings beim titelgebenden Song am Klargesang beweist und hier ebenso mit seinem prallen Organ punkten kann.

Die Elektrobeats gehen bei den meisten Tracks zwar in einen eingängigen Bereich und „Pure Evil“ möchte man tatsächlich schon einen Hang zur Dance-Lastigkeit unterstellen, jedoch kommt es nie zu dem Gefühl, dass sich die Band in irgendeiner Form anbiedern möchte. Stattdessen fühlt man sich beim Hören eher wie in einem Bunker eingeschlossen, das Material drückt in alle Schwere und lässt kaum Luft für Tanzbarkeit, es sei denn, man ist vorher schon komplett zugedröhnt. Dieser Punkt wird unterdes mit einigen Industrial-Einflüssen noch verstärkt, wobei sich hier das schleppende und zertrümmernde „Vortex“ besonders hervortut.

In puncto Abwechslung können The Browning ebenfalls aufwarten. Zugegebenerweise sind die Songs zwar alle nach ähnlichen Strukturen aufgebaut, trotzdem lassen sich die Mannen um Jonny doch einiges einfallen, um einen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Kann „Fallout“ schon mit seinen Double-Bass-Attacken, seinen eingeflochtenen hymnischen Parts und den Breaks überzeugen, kommt „Disconnect“ gar mit Hip-Hop-Einflüssen um die Ecke. Eine wirkliche Überraschung gelingt den Amis schließlich mit „Hex“, wo man mit Tempowechseln und den kräftigen sphärischen Zügen eins der absoluten Highlights des Album erschafft.

Insgesamt darf man „Isolation“ zugestehen, dass es sich um ein recht kurzweiliges Album handelt, welches selbst am Ende mit „Pathalogic“ noch einen ordentlichen Brocken aufweisen kann. Sicher gehen The Browning nicht ganz so innovativ vor wie Enter Shikari und bekommen somit in der B-Note doch etwas Punktabzug, aber sie agieren durchgängig mit anständig Speed und einem extremen Punch, der mitreißen kann. Als leicht verdauliches Material möchte man den neuen Rundling ebenfalls nicht einstufen, dafür sind die Schläge in die Bauchgegend einfach viel zu kräftig und wirkungsvoll, was nicht zuletzt am derben Organ von Fronter Jonny und den immer wieder gerittenen Schlagzeugattacken liegt. Alles in allem also ein solides Album.

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