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The Blackout: Hope

Bis auf wenige Lückenfüller eine wirklich gute Platte
Wertung: 7.5/10
Genre: Emocore, Post-Hardcore
Spielzeit: 41:40
Release: 01.04.2011
Label: Cooking Vinyl

The Blackout dürften kein leichtes Spiel in der Musikwelt haben. Erstens ist ihr Name zumindest zu zwei Dritteln identisch mit dem der deutschen Post-Hardcoreler The Blackout Argument, was schon von Vornherein zu Verwechslungen führen kann, zweitens stammt die Band aus Wales, der Heimat von so illustren Kerlchen wie Lostprophets oder Funeral For A Friend, und ganz ehrlich: Wieviele walisische Emocore-Combos kann die Szene noch verkraften?

The Blackout haben nun aber einen entscheidenen Vorteil auf ihrer Seite: Sie sind weniger radiotauglich als die beiden genannten Bands. Klar, Titel wie das zugegebenermaßen relativ unnötige, auf Teenager getrimmte „You’re Not Alone“ könnten durchaus die hiesigen Radiosender verstopfen, aber alles in allem gehen die Jungs doch ein wenig härter zu Werke. Sänger Sean hatte im Vorfeld bereits über den Titel des neuen, dritten Albums gewitzelt – „Dog Porn“ sollte das gute Stück heißen, aber glücklicherweise haben sich die Sechs letztlich doch für „Hope“ entschieden. Den Status der letzten Platte „The Best In Town“ galt es zu schlagen, die es sich in den UK-Charts immerhin auf Platz 38 gemütlich machen konnte und das ist dem Sextett bereits knapp einen Monat nach Veröffentlichung gelungen, denn „Hope“ hat sich inzwischen auf Platz 27 eingenistet.

In Deutschland hingegen dürfte die Band noch kaum jemand kennen. Von Chartplatzierungen kann noch gar nicht die Rede sein, also heißt es nun, erst einmal die neue Scheibe unter die Lupe zu nehmen. Mit den beiden Sängern Sean und Gavin haben The Blackout natürlich vor allem für Vocal-Fetischisten wie mich ein bedeutendes Ass im Ärmel, aber man kennt das Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“, also überzeugt man sich lieber direkt von den Qualitäten der Jungs. „Ambition Is Critical“ bietet direkt einen Top-Einstieg: frische, treibende Gitarren bilden das Grundgerüst, unterstützt von dem zuerst verzerrten Gesang, der sich in klare Vocals verwandelt – das Ganze gipfelt in einem wunderbaren Refrain, der nicht nur Gänsehaut verursacht, sondern auch mitgegröhlt werden will. Ich erinnere mich kurz an das erste Mal, als ich „Last Summer“ von Lostprophets gehört habe – das Gefühl jetzt ist ähnlich. Ein Anspieltipp ist den Herren schon mal sicher!

Überhaupt lässt sich die erste Hälfte der Platte sehr vielversprechend an: „Never By Your Side“ überzeugt durch kräftige Shouts, während der Fast-Titeltrack „Hope (Scream It Out Loud)“ es zwar etwas ruhiger, aber nicht weniger eindringlich angehen lässt und auch die obligatorischen „Woho“-Chöre im Hintergrund unterbringt, die hier aber keineswegs fehl am Platz wirken, sondern sich gut in den Song einfügen. „This Is Our Time“ bietet dann einen schön aggressiven Screamo-Einstieg – ja, auch das können die Jungs, nur schade, dass sie dann wieder in den klaren Gesang wechseln, der zwar wirklich gut ist, aber den Song abschwächt. Ein bisschen mehr Geschrei hätte hier durchaus nicht geschadet, aber man kann ja nicht alles haben und der Track haut ja trotz allem ordentlich rein.

„The Devil Inside“ zeigt dann nochmal die erstaunlich harte Seite, die The Blackout in Tracks wie dem eingangs erwähnten „You’re Not Alone“ ziemlich gut verstecken können. Deftige Screams, unterstrichen mit Stakkatorhythmen, und fertig ist der Moshsong. Unterbrochen wird das Gezeter von einem fast Stoner Rock-mäßigen Gitarrenspiel, das sich zu einem schönen Solo hochschaukelt. Mit „The Storm“ gibt’s dann im Vergleich einen recht harmlosen Rausschmeißer auf die Ohren, der hauptsächlich durch seine einprägsame Gitarrenspur besticht.

Fazit: The Blackout haben einiges drauf, das steht außer Frage, und wenn sie noch Songs wie „You’re Not Alone“ oder „Keep On Moving“ aus ihrem Repertoire streichen oder sie zumindest etwas weniger vorhersehbar gestalten würden, hätte „Hope“ eine höhere Punktzahl verdient. So kann man sich aber an den sehr frischen und intelligenten Gitarrenspuren, sowie den beiden wirklich guten Sängern erfreuen, die wunderbar harmonieren und die Platte veredeln. Eine Band, die man im Auge behalten sollte!

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