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The Blackout Argument: Remedies

Keine CD zum In-Der-Pfeife-Rauchen
Wertung: 7/10
Genre: New School Hardcore
Spielzeit: 40:31
Release: 09.02.2009
Label: Lifeforce Records

„Remedies“, zu Deutsch „Heilmittel“, wurde das neueste Album der Münchener Hardcore-Kapelle The Blackout Argument getauft – überdies erhielt jeder der 14 Songs einen zweiten Titel, den Namen einer Bachblüte. Schade, dass besagte Blumen nicht in einer Special Edition des Albums zusätzlich vorhanden sind, dann hätte man sie wenigstens gleich rauchen können und am eigenen Leibe die heilende Wirkung in Kombination mit dem entsprechendem Song erfahren können. Abraten würde ich jedoch davon, die besagte CD „in der Pfeife zu rauchen“ – hier handelt es sich um harten Tobak, den man besser nicht voreilig verschwendet.

Wie dem auch sei – beschränke ich mich nun also auf die Songs. „Broken Teeth“ überzeugt insbesondere durch den stark variierenden Gesang, der im Refrain clean ist, während die Verse geschrien, jedoch gelegentlich von Crew-Shouts und elektronisch etwas veränderten Screams unterbrochen werden. Einen Ohrwurm hat die Band mit „Identity Dispute“ geschaffen, die Riffs klingen melodisch und preschen, zusammen mit dem Schlagzeug, strikt nach vorne, während der neue Mann - Raphael Schmid – am Mikro ebenfalls alles gibt.

An das wütene und sehr basslastige „On The Top Of The Beat“ schließen sich die ebenfalls eher aggressiven Songs „Walking Without Feeds“ und “Seven Tones Of Grey”, bei denen das Screaming klar dominiert, nahtlos an. Etwas ruhiger lässt es die Band bei dem Song „Vampire Searching For Some Light“ angehen, der übrigens auch auf der kostenlosen Download-EP „Smile Like A Wolf“ des letzten Jahres zu finden ist. Die E-Gitarren werden teils tragend eingesetzt, später dann – auch zeitglich - zum einen als wuchtiges Rhythmus-Element, zum andern aber auch melodischer und weniger verzerrt. Für die Fans der ruhigeren Momente empfiehlt sich zudem noch die Ballade „A Walkover To Endure Being“, die schon beinahe mehr nach Rock als nach Hardcore klingt und durch den gelungenen Gesang, das dezente Drumming und die das Klangbild unauffällig untermalenden Gitarren besticht.

Mir persönlich fehlt leider der durchschlagende Hit wie etwa „Snob Revolution“ der letzten EP, aber dennoch ist „Remedies“, auch wenn es kein Überalbum geworden ist, allemal solide Arbeit, die Fans des New School Hardcores und Bands wie Have Heart oder Waterdown durchaus zusagen wird und es wert ist, zumindest einmal angehört zu werden – Möglichkeiten wie etwa die bereits erwähnte Gratis-EP gibt es schließlich genug.

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