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The Black Passage: Herostratos

Es wird von Mal zu Mal düsterer
Wertung: 7,5/10
Genre: Deathcore, Metalcore
Spielzeit: 37:26
Release: 02.07.2018
Label: Backbite Records

Die Karlsruher Formation The Black Passage hat seit ihrem EP-Erstling „Against All Conspiracies“ vor sage und schreibe neun Jahren tatsächlich eine ordentliche Entwicklung durchgemacht, die der Band einen wesentlich deftigeren und vor allem düstereren Sound beschert hat, der von Platte zu Platte finsterer zu werden scheint. Schon bei der letzten Veröffentlichung „The Nothing Is Now“ tendierte die Truppe soundtechnisch deutlich in Richtung der Kollegen Heaven Shall Burn und Neaera, auf dem aktuellen Werk „Herostratos“ wird diese Entwicklung ganz folgerichtig weitergeführt.

Selbst das dunkle Artwork scheint eine logische Fortsetzung des letzten Frontcovers zu sein – da hat sich die Deathcore-Truppe was Feines einfallen lassen, passt das Cover doch tatsächlich wunderbar zum Titel: „Herostratos“ nämlich hat der Legende nach den Tempel der Artemis abgefackelt, um sich bzw. seinen Namen damit unsterblich zu machen. Dass ich das erst googeln musste, zeigt einmal mehr, dass Brandstiftung nicht zu ewig währendem Ruhm führt.

Entsprechend dem finsteren Thema entwickeln sich auch die neun Songs der Scheibe, die hauptsächlich auf ordentlichem Death-Geballer fußen; hier und da werden intelligent Melodien eingestreut und Sänger Philipp zeigt sich einmal mehr als deutlich gereifter und variantenreicher als noch auf früherem Material.

Bereits der Opener „Disobedience“ knallt ganz ordentlich und in bester Deathcore-Manier, dabei wird alles andere als stumpf drauflos geknüppelt, viel eher tragen unheilschwanger summende Gitarren zur Tiefe des Songs bei und kreieren gleich zu Beginn einen fast apokalyptischen Sound. Ein schöner Einstand, der die Messlatte für den Rest der Platte schon ziemlich hoch legt.

„Bonds & Coins“ pendelt dann richtig ordentlich zwischen fiesem Gekeife und tiefen Growls, Blastbeats und Melodie und schafft vor allem letzteres, ohne (!) den Einsatz von fragwürdigem Klargesang. Das gibt dann direkt noch ein Zusatzpünktchen. Richtiggehend tanzbar wird‘s dann beim wütenden „SUV“, bei dem vor allem die flirrenden Gitarren für ordentlich Stimmung sorgen. Eines der Highlights der Scheibe steht dann aber erst gegen Ende auf der Tracklist: „Aspiration“ startet mit sehnsüchtig-melodiösen Gitarren, bevor Philipps heiseres Gebrüll sich einschaltet und das Tempo deutlich angezogen wird, dabei bleibt aber zwischendurch trotzdem noch mal Zeit für eine kleine melodische Verschnaufpause.

The Black Passage schaffen es noch nicht ganz hundertprozentig, die Spannung über die komplette Spielzeit aufrecht zu halten, die positive Entwicklung der Band scheint aber unaufhaltsam. Vergleicht man die Tracks allein mit der gar nicht so alten selbst betitelten EP von 2012, kann man in den neuen Tracks eine deutlich gereiftere und fiesere Band erkennen, die sich an einigen deutschen Deathcorebands orientiert, aber weiterhin ihr eigenes Ding durchzieht. So kann‘s ruhig weitergehen.

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