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The Black Passage: Against All Conspiracies

Ein solides Debüt
Wertung: 6/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 23:43
Release: 07.12.2009
Label: Eigenproduktion

Aus jeder Ecke kommen sie, die Thrash-Metal-Bands des Undergrounds. Auch The Black Passage aus Baden-Württemberg tragen ihren Teil zum Wiedererstarken einer vor ein paar Jahren als vom Aussterben bedroht geltenden Musik bei. Um ihren Stil etwas moderner zu gestalten, bauen sie aber noch Einflüsse aus dem Hardcore und Death Metal in ihren Sound ein und schrecken auch nicht davor zurück, mal einfach drauflos zu rocken. Alles in allem eine interessante klingende Mischung.

Es zeigt sich wieder mal, dass es heutzutage für unbekannte Bands um einiges leichter ist, ihren Alben einen anständigen Sound zu verpassen, als noch vor zehn Jahren. Während es damals teilweise noch übelst schepperte (teilweise war das ja auch so gewollt), können Bands wie The Black Passage mittlerweile mit einer guten Produktion punkten. Natürlich in Relation dazu gesehen, dass „Against All Conpiracies“ ihr allererstes Lebenszeichen überhaupt ist.

„Crestfallen“ ist nicht mehr als ein Intro, das direkt in „When Heaven Cries“ übergeht. Die von der Band angegebenen Einflüsse sind in der Tat allesamt auszumachen, nur leider gibt es keine Übergänge. Da wird von einem räudigen Thrash-Part direkt in ein Hardcore-Riff übergeschwenkt und jeglicher etwaiger Fluss in der Nummer wird im Keim erstickt. Alles in allem wirkt das Ganze eher gestreckt als packend.

Der Titeltrack gaukelt dem Hörer zuerst groovige Midtempo-Atmosphäre vor, nur um dann wieder in einen Thrash Metal-Teil überzugehen. Das funktioniert aber etwas besser als im vorangegangenen Lied. „Against All Conspiracies“ bietet aber dennoch kaum etwas, was wirklich im Gedächtnis hängen bleibt. Einen großen Anteil hat der Gesang, der für Thrash Metal absolut ausreichend ist, aber keinen eigenen Charakter hat. Und den cleanen Gesang sollte sich die Band in Zukunft vielleicht doch besser verkneifen.

„The Absence Of Presence“ geht teilweise stark in die Death Metal-Ecke und kann dennoch mit guten Rock-Passagen punkten. Speziell ab der Hälfte der Spielzeit zeigt sich, dass die Band die verschiedenen Stile durchaus unter einen Hut bekommen kann. Das ist etwas, was sie auch mit „Envy The Young“ beweisen, welches leicht schleppend und groovig aus den Boxen kriecht. Mein einziges Problem ist wieder mal der Gesang, der zwar gut zwischen Growlen und thrashigem Keifen pendelt, aber den instrumentalen Leistungen hinterherhinkt. Aber hey, es ist gerade mal der Anfang für The Black Passage.

„Against All Conspiracies“ ist ein ganz guter Einstand geworden. Für sich genommen wird man mit der EP sicherlich keine große Aufmerksamkeit gewinnen, aber wenn die Band auf der Bühne wirklich so abräumt wie angegeben, sollte man auf den Konzerten doch den ein oder anderen Tonträger loswerden. Bereuen wird man es sicher nicht, zumal man auch noch eine schicke Aufmachung bekommt, was ja nicht selbstverständlich ist. Lediglich die Dankesliste mit „Expression Of Thank“ zu betitelten, klingt doch ein wenig wunderlich.

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