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The Black Of Second Garden: The Hollow Devastation

"The Hollow Devastation" kann leider nicht überzeugen
Wertung: 5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 50:38
Release: 20.07.2009
Label: Eigenproduktion

Es gibt CDs, da freut man sich, sie positiv rezensieren zu dürfen. Es gibt CDs, bei denen es einfach Spaß macht, sie in der Luft in Fetzen zu reißen. Und dann gibt es solche, da tut es einem Leid, dass man schlechte Kritik üben muss - so wie bei dem Erstlingswerk der Band The Black Of Second Garden. Das Quartett aus der Steiermark hat seinen Namen aus der Bibel entliehen, genauer vom Anti-Paradies: Der Teufel und somit das Böse herrscht überall, der Sünde kann man sich nicht entziehen und überhaupt scheint dieser „second garden“ ein recht unfreundliches Örtchen zu sein.

Abgesehen von der offensichtlichen Bibelfestigkeit, die man eher älteren Herren zutraut, ist die Band noch recht frisch: Erst 2008 wurde TBOSG von Sänger und Gitarrist Chris und Leadgitarrist Hanz gegründet, danach kamen Drummer Kernie und Bassist Amade dazu. Der Rest des Jahres wurde mit Songwriting totgeschlagen, und Anfang 2009 konnten die Aufnahmen zum „The Hollow Devastation“ beginnen.

Die Platte läuft nicht mal schlecht an: Das mit Old-School-Riffs eröffnete „The Kings Destiny" rockt ziemlich ordentlich und Chris´ Stimme, obwohl sehr knarzig und ziemlich gewöhnungsbedüftig, passt gut in den Song. Dass die Band noch nicht lange besteht, merkt man leider, trotzdem liefern sie eine recht solide Leistung.

"Black Insanity" bietet neben einem ziemlich coolen Titel, wie ich finde, auch eine gute Dynamik und ein schönes melodisches Zwischenstück. Auch „Feel The Devil" fängt mit einem sehr coolen Intro an, geht dann aber etwas uninspiriert zu Werke, wie auch das recht fade „Virgo Collapsing“. Muss Heavy Metal denn immer klingen, als hätte man die schlechtesten Manowar-Songs geklaut und durch den Schredder gedreht?

Die Vier haben zusätzlich zu allem anderen anscheinend auch eine Vorliebe für etwas stolpernde Rhythmen, zumindest bei „Drenched In Fear" gestaltet sich das Headbangen zum Takt etwas schwierig. „The Lazarus Race" glänzt durch ein Klavierinstrumental, das entfernt an die suizidalen Schweden von Lifelover erinnert und mit einer melancholischen, fast schon depressiven Stimmung aufwartet, zu der die knarzige Stimme sehr gut passt. Ein super Song voller Esprit und Atmosphäre, bei dem man sich fragt, warum der Rest der Platte nicht auch so gut hatte werden können.

Man muss dem Quartett zu Gute halten, dass es a) ihre erste Platte ist und sie b) alles in Eigenregie bewerkstelligt haben. Sicherlich haben die Vier jede Menge Blut und Schweiß in die Aufnahmen gesteckt – auch das verdient natürlich absoluten Respekt. Trotzdem bleibt ein recht schaler Nachgeschmack. Man merkt, wie sehr die Band sich bemüht, es aber nicht schafft, völlig zu überzeugen. Bleibt zu hoffen, dass kommende Alben, EPs oder sonstige Veröffentlichungen der Österreicher etwas inspirierter ausfallen als "The Hollow Devastation".

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