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The Black Atlantic: Reverence For Fallen Trees

Eine Spur zu ruhig
Wertung: 6.5/10
Genre: Acoustic Pop
Spielzeit: 34:45
Release: 21.08.2009
Label: Midsummer Records

The Black Atlantic sind für The-Pit.de eher eine ungewöhnliche Band. Acoustic Pop wird hier zelebriert, ganz fehl am Platz sind die Niederländer aber beim Thema Metal dennoch nicht: Sänger und Songwriter Geert van der Velde war immerhin früher bei den Ami-Hardcorelern Shai Hulud am Mikrofon aktiv – möchte man kaum glauben, wenn man sich das zarte Stimmchen auf der noch aktuellen The-Black-Atlantic-Platte „Reverence For Fallen Trees“ so anhört (die am Rande erwähnt mittlerweile ziemlich genau drei Jahre her ist). Der Titel hat übrigens einen traurigen Hintergrund: Während des Aufnahmeprozesses starben nämlich drei Großelternteile des Sängers. Der Albumtitel soll den Verstorbenen nun gedenken.

Nach der „Send This Home“-EP, die mittlerweile auch schon gute fünf Jahre auf dem Buckel hat, ist „Reverence For Fallen Trees“ also die erste Full-Length-Scheibe der Holländer und man muss direkt erwähnen, dass Scheuklappenmetaller hier keineswegs ihre helle Freude haben werden. Freunde der akustischen Entspannung dürften mit der Arbeit des Trios schon eher was anfangen können – mehrstimmiger, oftmals einen Tick zu hoher Gesang paart sich mit eher unkonventionellen Instrumenten wie Ukulele, Glockenspiel, Mellotron und etwas, das im Booklet als „weird Indian flute thingy“ bezeichnet wird. Dementsprechend haben sich zu den drei Bandmitgliedern Geert van der Velde, Kim Janssen und Marcel Wolthof natürlich etliche Gastmusiker dazugesellt.

Schaut man sich das Booklet der neuen Scheibe an, kommt man nicht umhin, das Artwork als verspielt oder gar kindlich zu bezeichnen – helle Farben als Untergrund und darauf bunt ausgemalte Buchstaben oder gezeichnete Tiere sind nicht unbedingt das, was von vom einer Band namens The Black Atlantic erwartet. Hört man sich dann aber die sehr klare, sehr minimalistische Musik der Truppe an, passt die Optik auch irgendwie wieder dazu. Stimmungsmäßig erinnern die Songs auf „Reverence For Fallen Trees“ an die Stücke von I Am Oak, mit dem Unterschied, dass hier ein wesentlich positiverer, fast blumiger Unterton herrscht. Das muss man mögen, für jede Stimmung ist das aber sicherlich auch nichts.

Live verlassen sich die Drei hauptsächlich auf perkussive Elemente, auf Platte wird dann auch grundsätzlich gerne die Akustische ausgepackt – Songs wie „Dandelion“ haben einen leicht Reggae-lastigen Touch, während beispielsweise „Fragile Meadow“ eher in eine romantischere Richtung tendiert. „An Ocean And Peril“ ist dann so ruhig und zerbrechlich, dass man den Lautstärkeregler richtig weit nach rechts drehen muss, um wirklich alles von dem Song mitzubekommen. Richtig beeindruckend präsentiert sich dafür das von einem dramatischen Klavier eingeleitete „Walked-On Wood“, in dem erstmals die Lyrics von van der Veldes Frau Megan Hoffman stammen, die übrigens auch die Backgroundstimme hier und bei einigen anderen Stücken gibt.

„Madagaskar“ vereint dann so ziemlich alle Instrumente des TBA-Repertoires: Neben Orgel, Mellotron und natürlich Drums kommt auch noch das Harmonium zum Einsatz; das Ganze ergibt ein sehr stimmiges Bild, das sich auch durchaus vom Rest des Albums abhebt. Insgesamt ist „Reverence For Fallen Trees“ aber für meinen Geschmack eine Spur zu ruhig ausgefallen, ein wenig zu gleichförmig und dadurch auf lange Sicht fast ein wenig einschläfernd. Nichtsdestoweniger sind The Black Atlantic ein talentiertes Trio, das man im Auge behalten sollte.

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