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The Autumn Offering: Embrace The Gutter

Eigentlich kein schlechtes Album, aber...
Wertung: 5.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 35:18
Release: 30.06.2006
Label: Victory Records

Und erneut spuckt das US-Metalcorekarussell mit The Autumn Offering einen weiteren jungen Act aus. Aber ob die Welt auf diese Band gewartet hat, bleibt in Frage zu stellen. Ähnlich wie Hatebreed, God Forbid oder Darkest Hour präsentieren die fünf Jungs aus Florida Metalcore der extremen Sorte. Zwar findet man auf “Embrace The Gutter” durchaus melodische Parts, in Form von gut durchdachten Gitarren-Leads, aber im Mittelpunkt stehen moderne und thrashige Parts, die mit allerhand Drum-Power und mächtig walzenden Riffs gespickt sind. Rein instrumental kann man der Band kaum einen Vorwurf machen, denn stets agieren sie auf allerhöchstem Niveau. Dies gilt auch uneingeschränkt für die gute Leistung von Shouter Dennis Miller. Was mir aber absolut fehlt ist der Hang zur Eigenständigkeit und zu eigenen Ideen. Es macht mittlerweile einfach keinen Spaß mehr Alben zu hören, die von vorne bis hinten kalkulierbar und somit ziemlich unspektakulär sind.

Auf “Embrace The Gutter” befinden sich zwar durchaus ordentliche Songs, wie der mit einem guten Refrain versehene Titlesong, dem geballten Opener “Decay” oder dem rein instrumentalem “The Final Cut”, welches die Band mal in einem anderen Licht zeigt. Aber der Großteil der übrigen Songs wirkt einfach zu langweilig und zu sehr nach dem gleichen Schema aufgebaut. Natürlich kann man nicht sagen, dass diese Songs völlig schlecht sind, um Gottes Willen, dennoch wirft ständig ein Gefühl von Monotonie seinen Schatten über “Embrace The Gutter”. Da können auch die vielen guten Gitarrenmelodien, welche man in so gut wie jedem Song finden kann, nichts mehr verhindern. Vielleicht verhilft dieses Album The Autumn Offering zu kleineren Achtungserfolgen, dennoch wage ich zu prophezeien, dass dieser Band mit diesem Album nicht der Durchbruch auf dem riesigen Metalcore-Markt gelingen wird. Dafür sind die wirklich großen Momente, wie im Refrain von “One Last Thrill”, viel zu rar gesät.

Da The Autumn Offering aber, was viele Songpassagen belegen, ein ziemlich großes Talent zuzusprechen ist, kann man nur hoffen, dass die Band dieses auf ihren weiteren Veröffentlichungen dann auch ausschöpft.

Fazit: “Embrace The Gutter” ist eigentlich kein schlechtes Album, aber The Autumn Offering kommen über die Bezeichnung durchschnittlich einfach nicht hinweg. Etwas mehr Kreativität und Spritzigkeit sind gefordert, falls die Band in Zukunft Erfolge in der Metal-Szene feiern will. Die musikalischen Vorraussetzungen haben sie nämlich allemal.

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