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The Amorettes: Game On

Gute-Laune-Mädels im Dreier-Rock'n'Roll-Gespann
Wertung: 7/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 37:22
Release: 27.03.2015
Label: Off Yer Rocka/Cargo

Was passiert, wenn man viel Down-Under-Wechselstrom-Gleichstrom mit viel Girlschool in einen Quirl packt, das Ganze mit ein wenig Rose Tattoo abschmeckt und Joan Jett oben drauf packt? Dann kommen The Amorettes dabei raus, denn sie selbst haben sich den unverfälschten Rock'n'Roll, neuerdings auch gerne als Classic Rock angepriesen, verschrieben und stehen für rotzigen Drei-Frauen-mehr-braucht-man-nicht-Rock mit Rotzattitüde. Reine Girl-Power ist zwar nicht mehr ganz so exotisch wie noch vor ein paar Jahren, aber trotzdem reihen sich The Amorettes (welch dämliches Wortspiel eigentlich, wenn man sich den Namen so betrachtet; Anm. d. Red.) in die Liga der eben schon erwähnten Girlschool oder auch Crucified Barbara ein.

„Game On“ ist somit also auch schon das zweite Full-Length-Rockeisen des Trios, einmal mehr angefüllt mit den Zitaten der oben erwähnten Querverweise – Neues bieten die Mädels also nicht, somit geht es bei der Bestandsaufnahme einmal mehr lediglich darum, ob denn genug authentische Rotzattitüde auf dem Silberling vorzufinden ist und wie viel Spaß die zehn Songs denn nun wirklich vermitteln können.

Allein der Einstieg mit „Bull By The Horns“ ist dabei schon gelungen und schafft ad hoc eine spaßige Rock-Rotz-Atmosphäre irgendwo zwischen Rose Tattoo und AC/DC auf Girlschool-Pfaden – hier ein locker flockiger Hüftschwinger, der zwar jetzt nicht vollends vom Hocker haut und natürlich jedwede Innovation missen lässt, der aber trotzdem mit ausreichend Bullenfett durch die Gehörgänge flutscht. Und so geht es dann in der Folge mit „Fire At Will“ ganz landyunlike ungeniert weiter, denn die Glasgow-Girls zeigen schon früh ihr gar nicht sparsames Gespür für griffige Hooklines auf, die schnörkellos für die nächste Runde auf dem Rocktanzparkett verführen.

Und von diesen musikalischen „Roscher“ haben sie dann sogar noch ein paar mehr in der Hinterhand: Da wäre das wohl mit einem breiten AC/DC-Grinsen eingeleitete „Son Of A Gun“, welches schon gleich vom Fleck weg mit der Leadgitarre allen Down-Under-Jüngern die Argumente wegfetzt und deutlich mehr durch die Bassline getragen wird, da ist dann auch der schon vom Titel her aus der Hüfte geschossene Tanzsohlenreißer „Shoot From The Hip“ oder mit „Hot And Heavy“ genau die Nummer, die mit hardrockigen Krallen gleich an die Eier fasst und auch heute noch das Genre so verführerisch erscheinen lässt, gerade auch weil der Refrain zum Mitschmettern einlädt.

Die Kehrseite wird aber durch das eigentlich griffige „Get What's Coming“ präsentiert, denn anstatt  schon früh den absoluten Befreiungsschlag in die Wege zu leiten, so wird die vormals gute Laune von den ganzen „Heys“ dann einfach zu schnell wieder eingesammelt. Und auch wenn man den Mädels nicht viel vorwerfen kann, so stellt sich dann auch zum Schluss über „Heartbreaker“ bis hin zu „Rock Me, Roll Me“ ein netter Gewöhnungseffekt ein, weil die Überraschungen irgendwie ausbleiben – eigentlich will man diese ja auch nicht, aber wirklich überzeugend ist halt auch anders.

Und so bleibt als Fazit durchaus übrig, dass das Mädels-Trio aus Glasgow reichlich Pfeffer im Arsch hat und genau weiß, wie man sich mit klassischem Hard Rock und so manchem Blick zu den Originalen in den Vordergrund drängen kann, doch davon gibt es dann aber auch wie so oft gleich mehrere Dutzend gleich guter Kapellen. Nicht schlecht, birgt reichlich gute Laune in sich, aber wirklich essentiell ist das auch nicht.

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