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The Amber Light: Play

Das ein oder andere Mal gar nicht so weit weg von den frühen Placebo
Wertung: 5.5/10
Genre: Progressive Pop
Spielzeit: 49:54
Release: 25.04.2008
Label: Superball Music

The Amber Light haben sich für ihr zweites Album "Play" nicht lumpen lassen und namhafte Studio-Unterstützung ins Boot geholt. Neben Patrik Majer, der schon Tele und Nick Cave gemischt hat, produzierte auch Jean-Michel Tourette, seines Zeichens Gitarrist und Keyboarder bei Wir sind Helden, das Album mit.

Diese Hochkaräter hört man "Play" auf den ersten Blick jedoch nicht an. Das mag vor allem daran liegen, dass es beim diesem Album nicht so viel gibt, wodurch sich das Produzententeam hätte bemerkbar machen können. "Play" ist ein straightes Prog-Pop-Album, welches sich jedoch nicht durch besondere musikalische Affinitäten auszeichnet.

Die Songs sind konstant und stabil, jedoch nicht sehr durchsetzungsfähig. Die zwölf Stücke dudeln mal mehr im Slow- und mal weniger im Mid-Tempo vor sich hin, die große Offenbarung bleibt dabei komplett auf der Strecke. Die beschämende Wand zwischen unsicherer Zurückhaltung einerseits und überwältigter Euphorie andererseits seitens des Hörers wird nur ganz selten überschritten. Dabei ist "Play" in keinster Weise ein schlechtes Album. Es ist zu scheu, zu verschlossen. Viel zu selten sind die Momente, in denen sich Melodien öffnen und in andere Sphären wandern.

Meist ist es so: Kennst du den Anfang, kennst du das Ende. Sonderlich ausgefallen sind die Ideen nicht, die The Amber Light auf "Play" verarbeiten. Es ist anhörbar, ja. Es ist schön, ja. Es ist auch mit vielen Geschmäckern kompatibel, ja. Was lediglich fehlt, ist der Funke, der überspringt. Das Feuer glüht, aber der entscheidende Luftstoß, der es in ein loderndes Inferno verwandelt, bleibt aus. Der Wiedererkennungswert der Songs ist sehr gering.

Schon wenige Minuten nach dem Durchhören hat man vieles bereits schon wieder verdrängt. Was ist hängen geblieben? Vielleicht, dass Louis Gabbiani in guten Momenten ein wenig so singt wie Roman Fischer, der wiederum gerne mal wie Brian Molko klingt. Ein großer Vergleich, aber tatsächlich klingen The Amber Light das ein oder andere Mal gar nicht so weit weg von den frühen Placebo, deren Frühwerke mitunter auch nicht von sonderlichem Talent gezeichnet sind.

Fazit: Und wer weiß, vielleicht drehen The Amber Light den Spieß ja bald um und in ein Paar Jahren sind es dann Wir sind Helden, die in ihrem Vorprogramm spielen.

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