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The Agonist: Lullabies For A Dormant Mind

Hart aber herzlich
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore / Melodic Death Metal
Spielzeit: 43:44
Release: 20.02.2009
Label: Century Media

2007 legten die Kanadier The Agonist mit ihrem Debüt „Only Once Imagined“ eine extrem starke Leistung ab, die sich insbesondere durch das starke Screaming von Frontfrau Alissa und ihre engelsgleichen klaren Gesangsparts auszeichnete.

Nicht ganz zwei Jahre später folgt nun mit „Lullabies For The Dormant Mind“ der Nachfolger, den man zwar noch lange nicht als soft bezeichnen kann, allerdings gibt es mehr klar gesungene Hooklines als noch auf dem Debüt – was sich jedoch nicht unbedingt negativ auswirkt. Nach anfänglichen, jedoch extra mit aufgenommenen Startschwierigkeiten bei „And Their Eulogies Sang Me To Sleep“ schreit sich die Frontfrau die Seele aus dem Leib, die Gitarristen spielen schnelle Riffs und auch der Drummer geht mit dem Fuß nicht vom Gaspedal, selbst die stellenweise begleitende Pianomelodie prescht streng gradeaus. Während des klar gesungenen Refrains hört man elektronisch verzerrtes Growling, das mehr nach Werwolf als nach Frau klingt, dem Song jedoch die nötige Härte verleiht.

Den Höhepunkt des Albums bildet bereits das nun etwas langsamere Stück „Thank You, Pain“, das im ohrwurmgefährdeten Refrain extrem groovig mit astreiner Gitarrenarbeit und mit toll eingesetzten Streichern daherkommt. Nach gelungenen Tempowechseln, dramatischen Streichern und vielfachen Doublebass-Angriffen bei „Birds Elope With The Sun“ folgt der erste ruhigere Song des Albums: „Waiting Out The Winter“ beginnt direkt mit klarem Gesang, verzichtet jedoch nicht ganz auf Screaming, sondern stellt es eher in den Hintergrund. Die Riffs sind nicht dermaßen treibend wie zuvor und auch der Schlagzeuger hält sich alles in allem mehr zurück, lässt es sich aber nicht nehmen, die Doublebass hin und wieder schneller zu bearbeiten.

Auf die zwei Nackenbrecher „Martyr Art“ und „Globus Hystericus“ folgt das entspannende A Cappella-Stück „Swan Lake“ mit engelsgleichen Stimmen, welches den nächsten epischen Track „The Sentient“ einläutet. Hier kommen Pianoklänge gleichsam wie Bläser und Streicher zum Einsatz, immer im Hintergrund der Gitarristen, des blastenden Drummers und natürlich des Gesangs. Zum Abschluss des Albums liefern die vier Musiker noch ein leicht orientalisch angehauchtes Stück, „Chlorpromazine“. Die Streicher begleiten das aggressive Screaming sehr atmosphärisch und die groovige Bridge, in der die Gitarristen beinahe etwas an Mathcore erinnern, ist eine nette Ergänzung des Songs.

Sobald man dieses Album hört, weiß man: Das ist The Agonist. Genau so sollte es auch sein, die Band ist ihrem Sound treu geblieben, auch wenn der klare Gesang etwas mehr verwendet wird als zuvor – an Härte hat die Band dennoch nichts eingebüßt. Dieses Album ist für Fans von Deadlock oder den alten In This Moment ein absolutes Muss!

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