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The Advocate: The Advocate

Einfach perfekt.
Wertung: 10/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 17:53
Release: 09.03.2010
Label: Eigenproduktion

Nach der 2009 veröffentlichten und überaus vielversprechenden Demo-EP „Reflections“ hat sich bei der Band Through Fallen Skies einiges getan: Die Band hat kleinere Besetzungswechsel gut verkraftet, weiterhin fleißig neue Songs geschrieben und sich zudem in „The Advocate“ umbenannt. Die neuen Songs der Truppe gehen stärker in Richtung Deathcore, allerdings vermag man immer noch den ganz eigenen Riffing-Stil sowie die brutalen Vocals der ursprünglichen Band herauszuhören.

Die Riffs des kurzen Intros erzeugen ohne Umschweife eine bedrückende Atmosphäre, die nahtlos im ersten Song „Prideless“ weitergeführt und um kraftvolle Breakdowns ergänzt wird. Nach etwa der Hälfte des Songs kommen jedoch wieder die unfassbar starken Metalcore-Wurzeln der Formation durch, mit starken Gang-Shouts wird eine erhebende Passage mit tragenden Riffs und einer langsam, aber stetig marschierenden Bassdrum eingeleitet, welche problemlos die ein oder andere Gänsehaut erzeugt. Mit dem nächsten Song „False Regret“ überwiegen dann jedoch die Deathcore-Tendenzen: Die Atmosphäre wird noch aggressiver und noch beengender, ein drückendes Gefühl macht sich breit und man befindet sich in der perfekten Stimmung für die brutalen, nackenbelastenden Riffs, während man die voluminösen Screams mitbrüllt. Ein Meisterwerk des Deathcores ist das Stück „Banished“, welches beim ersten Hörgenuss zwar wie ein guter Standard-Deathcore-Song erscheint, sich jedoch bei genauerem Hinhören dank des cleveren Songwritings deutlich von anderen Bands abhebt – so verzichtet die Bands hier beinahe gänzlich auf Blasts und den altbekannten, typischen Mosh-Beat, sondern setzt auf beklemmende Melodien, interessante Fills und verschiedenste Breakdowns, die jedoch so in den Song verpackt sind, dass sie den Fluss nicht im geringsten stören.

Ähnlich perfekt sind die letzten beiden Songs, „Ruin“ und „Through And Through“, welche nun wieder mehr in die Metalcorekerbe schlagen und die Beschreibung „mitreißender Metalcore“ neu zu definieren wissen: Hier werden gänzlich neue Maßstäbe für episches Riffing, brutal und enorm verzerrte Screams und wuchtiges Drumming gesetzt. „Ruin“ überzeugt mit einer genialen Mischung aus Melodie und Aggression, die nicht nur nebeneinander den Song bereichern, sondern auch vor allem zeitgleich in Kombination miteinander bestechen. Der Song „Through And Through“ bildet letztendlich einen famosen Abschluss der EP, wie er besser nicht sein könnte; markerschütternde Bassläufe prallen auf feinste Gitarreneinlagen, die gemeinsam in einer herrlichen Symbiose aufgehen, Harmonie mit Energie in bisher ungekannten Ausmaßen verbinden und letztendlich verzweifelt, wuchtig, fesselnd und regelrecht berauschend in einer wahren Klangexplosion aufgehen und den Hörer ein für alle mal überwältigen.

The Advocate sind ein Phänomen – diese EP ist schlichtweg hervorragend. Warum hat diese Band noch keinen Labeldeal? Der Sound ist äußerst individuell, die Produktion ist stimmig und die Musik ist von der ersten Sekunde bis zum Schluss fesselnd. Wer da als geneigter Metalcorehörer nicht zugreift ist selbst schuld. Ich kann dies nur allen Fans der genannten Genres mit den besten Empfehlungen ans Herz legen.

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