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The 69 Eyes: Universal Monsters

Gewohnt souverän
Wertung: 7/10
Genre: Hard Rock / Gothic Rock
Spielzeit: 46:50
Release: 22.04.2016
Label: Nuclear Blast

Darf man sie noch als Helsinki-Vampire bezeichnen? The 69 Eyes haben in den letzten Jahren ihre eh noch nie wirklich ganz ausgeprägte Gothicseite kontinuierlich langsam zurückgefahren. Inzwischen ist das zwölfte Album der Finnen auf den Markt gekommen. Hat sich dieses Mal etwas verändert?

Äußerlich zumindest schon einmal nicht. Das Cover erstrahlt im der Band anhaftenden Stil und ist jetzt auch nicht außergewöhnlich spektakulär. Da es hier aber um die Musik auf „Universal Monsters“ gehen soll, landet der Rundling im Abspielschacht und los geht die Sause.

Schon bei den ersten Klängen von „Dolce Vita“ wird unmissverständlich klar, dass sich nichts verändert hat im Hause The 69 Eyes. Ganz im gewohnten Stil schwingen sich die Skandinavier in ihren Rhythmus ein und rocken sich relativ gleichmäßig durch die ganze Platte. Ausreißer nach unten gibt es höchstens einen und dieser ist in der Ballade „Blue“ zu finden. Der Grund für den Punktabzug ist aber nicht die Tatsache, dass auf der CD eine Ballade zu finden ist. Ausschlaggebend ist simpel, dass die Nummer so extrem schwulstig und schmierig daher kommt, dass einem als Zuhörer fast schon schwindelig wird. Warum man hier so maßlos übertrieben hat, das bleibt ein Rätsel.

Im Großen und Ganzen geht es recht beschwingt zu. Doch einen herausstechenden Song sucht man auch ziemlich vergebens. die einzigen beiden Lieder, die sich ein bisschen in besserem Licht zeigen, sind „Blackbird Pie“ und „Never“. Beide Stücke glänzen durch Einfallsreichtum in Sachen Instrumentierung und Songwriting.

Sänger Jyrki ist sehr weit in den Vordergrund gemischt und dominiert (auch in gewohnter Art) die Stücke sehr. Das kennt man so auch von den Finnen, aber schade ist es schon, denn vor allem die Instrumentalisten bemühen sich darum, ein bisschen frischen Wind in die Lieder zu bringen. Leider kommen diese Bemühungen nur ganz selten beim Hörer an, weil der dominante Gesang die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Langjährige Anhänger der Truppe aus Finnland könnten hier auch wieder zufrieden sein. Voraussetzung ist, dass man keine Veränderung irgendeiner Art wünscht. Diese gibt es nämlich wie besprochen nicht. Was es auf die Ohren gibt, das sind Stücke in gewohnter Art und Weise und mit hohem Wiedererkennungswert. Auf einer Länge von 46 Minuten kann das anstrengend werden.

Klar, The 69 Eyes wollen vor allem ihre Fans bedienen. Daran ist nichts auszusetzen. Vielleicht sollte man sich aber die Frage stellen, ob man lieber ein paar Fans verliert, weil sie mit Veränderungen nicht klar kommen, als sie zu verscheuchen, indem man immer den gleichen Stiefel durchzieht. Auf kurz oder lang werden sich die Musiker mit diesem Problem befassen müssen.

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