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The 69 Eyes: The Best Of Helsinki Vampires

Schön für Einsteiger, aber kein Ersatz für die Alben
Wertung: ohne Wertung/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 114:49
Release: 10.04.2015
Label: Nuclear Blast

Die zweite Compilation ist es von den Helsinki Vampires, wie sie sich selber nennen. The 69 Eyes sind wahrlich keine Jungspunde mehr: Seit 1990 treiben sie ihr Unwesen auf den Bühnen der Welt und haben bereits elf Alben veröffentlicht. Bereits 2003 hat die Truppe eine Best-Of-Platte herausgebracht. Damals war der Backkatalog der Vampire zwar noch um einiges schmaler, aber trotzdem reichte das Material schon, um eine CD vollzukriegen. Nun, im Jahr 2015 sieht die Sache etwas anders aus. Auf eine Scheibe passen die Hits der Band längst nicht mehr und so wird ganz pragmatisch eine Doppel-CD aufgelegt. Diese beiden Platten sind mit insgesamt 28 Songs auch gut ausgelastet. Fast zwei Stunden Spielzeit erreicht man gesamt, das ist ganz ordentlich.

Auf den beiden Scheiben befindet sich ein schöner Querschnitt durch die Schaffensphase von The 69 Eyes so ab 1997. Die ersten drei Alben („Bump `N` Grind“ (1992), „Motorcity Resurrection“ (1994) und „Savage Garden“ (1995)) wurden nicht berücksichtigt. Auch die nächsten beiden Alben („Wrap Your Troubles In Dreams“ (1997) und „Wasting The Dawn“ (1999)) sind nur mit „Wrap Your Troubles In Dreams“ vertreten. Der Titel ist auf beiden Alben enthalten. So verteilen sich rein logisch die weiteren 27 Titel auf die verbleibenden sechs Werke. Alles in allem ist man damit relativ in der Neuzeit der Band geblieben. Dieser Aspekt ist aber nicht zu negativ zu bewerten.

Zwar befinden sich auf den ersten paar Scheiben durchaus Kracher aus den Frühtagen der Vampire, aber die wirklichen Hits kamen erst später. Und die sind auf jeden Fall alle auf „The Best Of Helsinki Vampires“ enthalten. Neben den ganz großen Nummern, die auch schon mal im Radio liefen, wie „Lost Boys“, „Brandon Lee“, „Gothic Girl“ und natürlich „Devils“ sind auch viele Vertreter mit von der Partie, die man eher als Szenehighlights bezeichnen kann. Die Liste beginnt bei „Perfect Skin“ und zieht sich über „Dead Girls Are Easy“ bis zu „Kiss Me Undead“. Insgesamt ergeben sich aus der Zusammenstellung 115 Minuten guter Unterhaltung mit einem gewissen Retro-Charme. Zumindest teilweise. Denn obwohl natürlich auch wie oben schon beschrieben auch aus dem Jahr 1997 ein Stück mit an Bord ist, geht die Reise natürlich bis in die Gegenwart. Und da zeigen sich The 69 Eyes zwar mehr rockig als Gothic, aber auch lebendig. Die Band hat nach wie vor Potential und kann es auch immer noch mit den meisten konkurrierenden Bands mit Leichtigkeit aufnehmen.

Die Frage, ob man die Compilation wirklich haben muss, sollte man sich am Besten selbst beantworten. Wie immer gilt: Wer einen schnellen Querschnitt durch die erfolgreichsten Nummern der Band braucht, der ist gut bedient. Wer aber die Diskografie der Band möglichst komplett haben möchte, oder vielleicht schon hat, der sollte lieber zu den Alben greifen.

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