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Tharaphita: Lidsetel Sänkjatel Radadel

Gut, aber dennoch irgendwie nicht komplett zufriedenstellend
Wertung: 6/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 36:30
Release: 26.02.2007
Label: Nailboard Records

Mit ihrer 4. Full-Length-CD (sofern man bei etwas mehr als 36 Minuten wirklich von Full Length sprechen kann) warten die Herren von Taraphita nun im Jahr 2007 auf. Die seit 1995 bestehende estnische PaganMetal Formation, ebenfalls bei Nailboard Records unter Vertrag, spielen ihre eigene Mischung aus druckvollem Metal mit einigen Folk Versatzstücken und inzwischen schon fast dem Black Metal zugehörigen Vocals, mit komplett estnischen Texten, was der Gesamtzusammensetzung noch eine Portion Ungewohntes verleiht.

In der Tat täuscht das kurze Intro des ersten und auch Titelsongs aus Akustikgitarren zuerst über die Musik, die sich auf „Iidsetel sünkjatel radadet“ finden lässt, hinweg. Geboten wird durchaus druckvoller, nicht allzu eintöniger Pagan Metal, gewürzt mit einer Portion Folk und Black Metal. Alle diese Elemente sind besonders schön auf dem Titeltrack zu erkennen, der für mich auch der Höhepunkt der CD ist.

Gegen den Druck, der in den ersten drei Songs erzeugt wird, lehnt sich das schon fast doomige „Surmatalv“ gegenan. Gleichzeitig ist das auch der Punkt, an dem man wieder aufhorcht, denn trotz guten Songwritings und eigentlich keinerlei wirklichen Beschwerdepunkten, rauschen „Vahkturm“ und „Ristikatk“ eher an mir vorbei. Die Songs sind wirklich nicht schlecht, aber sie gehören zu der Sorte „tausendmal-in-ähnlicher-Form-gehört“ und bleiben einfach nicht hängen.

Melodisch, bedeutungsvoll, mit einer Athmosphäre, die den heiseren Gesang Anks gleich noch mal viel besser zur Geltung bringen, und einigen verspielten Gitarrensoli, die sich nie zu aufdringlich in den Vordergrund drängen, ist es eine Freude zuzuhören.

Bei „Loodusviha“ erhöht sich das Tempo stetig wieder und lässt zum Ende des Songs auch fast den Bereich des erhöhten MidTempos hinter sich, was im Großen und Ganzen eher eine Seltenheit ist. Ein Song, der live bestimmt besonders gut zur Geltung kommen wird.

Wirklich wieder interessant wird es aber erst beim letzten Song „Raudses haardes“. Sehr schön, wie sich die Akustikgitarrenparts in die schnellen Parts einflechten, ohne das es gewollt klingt. Auch die Sythies nimmt man zum ersten Mal bewusst wahr, ohne dass sie störend oder gar als kitschig auffallen. Im Songwriting ähnelt er wieder ein wenig „Iidsetel sünkjatel radadel“, so dass man damit einen guten Schlussong gefunden hat.

Mit dem etwas abrupten Ende der CD bleibt nach mehrmaligen Hören der Eindruck zurück, dass man es zwar mit einem gut produziertem Album mit gut hörbaren Songs von Musikern, die sowohl ihre Instrumente als auch die hohe Kunst des Songwritings beherrschen, zu tun hat, aber dennoch die ganze Zeit auf etwas gewartet hat, das einen wirklich überrascht und was man nicht so oder so ähnlich schon mal auf der einen oder anderen CD gehört hat. Gut, aber dennoch irgendwie nicht komplett zufriedenstellend.

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