Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Textures: Silhouettes

Für Instrumentalisten und Frickelfans ist „Silhouettes“ auf alle Fälle ok
Wertung: 7.5/10
Genre: Prog Death Thrash Metal
Spielzeit: 47:29
Release: 16.05.2008
Label: Listenable Records

Aus Holland stammen die progressiven Death Thrasher von Textures, die sich im Jahre 2001 gegründet haben und bereits im Jahre 2003 ihr Debutalbum „Polars“ veröffentlichten. Allerdings sollte es weitere 3 Jahre dauern, bis man mit „Drawing Circles“ eine weitere Langrille aufnahm und auf den Markt brachte. Diese Scheibe konnte bereits flächendeckend gute Kritiken einheimsen, was den Namen Textures zunehmend verbreitete und auch viele Fans begeisterte.

Nun hat das Sextett mit „Silhouettes“ ihr Make-it-or-break-it Album in der Hinterhand und wenn man nach den üblichen ungeschriebenen Regeln geht, dass das dritte Album das wegweisende ist, dann dürfte einem weiteren Erfolg nicht viel im Weg stehen.

Allerdings dürfte dieser begrenzt sein, denn auch wenn man sich auf „Silhouettes“ sehr vielseitig zeigt und dabei erstaunliche Parallelen zu den Kanadiern Divinity vorweisen kann. Was das zu bedeuten hat? Ein Stilmischmasch aus Bands wie Meshuggah, Death, Soilwork, Killswitch Engage, Strapping Young Lad oder auch Gojira, der zu einer Einheit kombiniert wurde und, mit einem komplexen Fundament ausgestattet, sich nicht sofort jedem erschließen wird.

Aber das dürfte wohl selbstverständlich sein, wenn man die Bandnamen liest. Bei dem Song „State Of Disobedience“ schimmern gelegentlich sogar ein wenig Black Label Society und Down durch, da man sich hier sowohl groovig als auch leicht vom Stoner Metal beeinflusst zeigt, was aber den Holländern nicht wirklich sehr gut zu Gesicht steht.

Das Tolle daran ist allerdings, dass man an Songs wie „Old Days Born Anew“, „Awake“, „Laments Of An Icarus“ oder „Storm Warning“ bei jedem neuen Durchgang immer mehr feine Nuancen entdeckt, die dem Hörer zuvor unscheinbar oder versteckt blieben.

Allerdings offenbaren sich hier aber auch einige Schwachpunkte, welche den Gesamteindruck doch ein wenig schmälern. So kommen auch Textures mit ihren komplexen und progressiven nicht herum, dass einige überflüssige Parts, die ansonsten so starken Songs qualitativ verwässern. Ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“ hätte man durch das Weglassen einzelner Passagen mehr erreichen können, denn in Wirklichkeit wirken dadurch manche Stücke ein wenig konstruiert, womit der natürliche Fluss leicht auf der Strecke bleibt.

Fazit: Für Instrumentalisten und Frickelfans ist „Silhouettes“ auf alle Fälle eine Empfehlung wert, ebenso für Anhänger von oben genannten Bands, da hier schon eine ähnliche Kundschaft angesprochen wird. Naja, wer die eingängigen Stücke von Soilwork dann aber doch lieber mag, sollte hier dann lieber aber mal vorher reinhören, bevor er blind zuschlägt.

comments powered by Disqus