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Texas In July: I Am

Brrzzz... - spürst du die Energie?
Wertung: 9/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 32:38
Release: 11.08.2009
Label: CI Records

Gerade mal zwischen 16 und 19 Jahre alt, teilweise noch auf der High School und verdammt begnadete Musiker - das sind Texas In July. Bereits in derart jungen Jahren hat die Band bei CI Records unterschrieben, eine Debüt-EP – „Salt Of The Earth“ – und das erste Full Length namens „I Am“ veröffentlicht.

Die Musik lässt sich stilistisch klar als Metalcore einordnen; die durchweg polyphonen und anspruchsvollen Riffs der beiden Gitarristen sind extrem kraftvoll und energetisch, sodass sie den Songs eine kaum fassbare Energie verleihen, wie man sie sonst nur bei August Burns Red und einigen sehr wenigen anderen Bands vorfindet. Allerdings wird dabei keinesfalls die Melodie vernachlässigt: Bei aller Energie und vorantreibender Aggressivität in den Gitarren, schwimmt immer eine Melodie mit im Song, wie es beispielsweise von For The Fallen Dreams bekannt ist. Auch wenn die Songs immer demselben Stil entsprechen und hier nicht großartig experimentiert wird, so leidet dieses Album keineswegs unter Eintönigkeit oder gar Langeweile, sondern man kann dies viel mehr als grandiosen Wiedererkennungswert betrachten – Texas In July schaffen es mit ihren so energiegeladenen Riffs und den feinen melodischen Aspekten, einen wuchtigen Sound zu kreieren, der live eine absoluter Delikatesse sein muss, aber auch allein und zu Hause problemlos genossen werden kann.

Der Song „It’s Not My First Rodeo“ ist ein optimales Beispiel dafür, könnte jedoch genauso gut durch nahezu jeden anderen Song der CD ersetzt werden – filigrane, nicht zu offensichtliche, aber immer noch gut wahrnehmbare melodische Parts lockern ein von schnellem und gerne auch technischem Drumming vorangeschobenen, recht aggressiven Track immer wieder auf. Breakdowns – die zwar leider nicht immer durch clevere Fills oder unterhaltsame Gitarrenspielereien interessant gemacht werden – gibt es zuhauf, allerdings stören diese nicht, sondern verleihen dem Song nur eine weitere Portion Energie, da sie sich perfekt in die Songs integrieren und nicht zu sehr ausgereizt werden. Zwei hervorragende Vorzeigestücke mit viel Melodie sind die Songs „Elements“ und „Lancaster“, während deren Hörgenuss eine derartige Power und Dynamik rübergebracht wird, dass man das Gefühl bekommt, man könne die ganze Welt aus den Angeln heben – einfach der Wahnsinn.

Nach dem akustischen, instrumentalen Intermezzo „I Am Yours“, welches vor allem durch die Cello-Begleitung viel gewinnt und sehr emotional und verträumt rüberkommt, geht es mit dem Track „Aurora“ weiter, der genauso gut auch von August Burns Red hätte sein können – die Riffs sind keineswegs kopiert, allerdings stilistisch sehr ähnlich, ein fast dramaturgischer Spannungsbogen baut sich weiter und weiter auf und die brutalen, schön verzerrten Screams sorgen für die notwendige Aggression, die sich hier in den Breakdowns entlädt. Bei dem längsten Track des Albums, „Reflections“, konnte es sich Produzent Carson Slovak – Frontmann von Century – nicht nehmen lassen, auch seinen Teil mit beizusteuern, sodass man bei diesem Song, der durch ein klasse Gitarrensolo besticht, sogar ein wenig Prominenz an Bord hat. Auch bei dem Song „Satellites“ ist dies der Fall, dort ist der Fronter Geoff Jenkins von Gwen Stacy und Once Nothing zu hören. Zu guter letzt findet die Scheibe mit einem weiteren hochkarätigen Song – „Father Time“ – leider schon ein extrem starkes Ende.

„I Am“ ist eines dieser seltenen Alben, dass dem Hörer das Gefühl gibt, er könne vor Kraft und Energie Bäume ausreißen. Die Dynamik und Power, die dieses Album abgibt, ist unbeschreiblich. Das muss man selbst gehört haben – natürlich muss man sich zunächst auf diese Metalcore-Musik einlassen, als eingefleischter Core-Feind wird man vermutlich selbst von dieser CD noch nicht überzeugt werden, allerdings sollte man als Fan von anspruchsvollem und energetischem Metalcore à la August Burns Red auf jeden Fall zugreifen und sich diese absolut fantastische CD keinesfalls entgehen lassen.

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