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Teutonic Slaughter: United In Hate

Eins auf die Fresse? Okay, erledigt
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit:
Release: 22.11.2014
Label: Eigenproduktion

Da braut sich doch was in Gladbeck zusammen? Schon etwas länger stolpert man in der Undergroundszene immer wieder über die Jungspunde von Teutonic Slaughter, und wer das Quartett schon mal live erlebt hat, weiß nur allzu deutlich, dass es hier einfach nur das pure Old-School-Thrashgedresche ohne irgendeinen Firlefanz auf die Lauscher gibt. Kutte raus, in die speckige Jeans gequetscht, und schon geht die 80er-inspirierte Mucke los, stets einfach nur nach vorn ballernd, bis dass der Schweiß förmlich aus allen Poren spritzt.

Eigentlich ist damit schon weitestgehend alles gesagt. Die Gladbecker schaffen es eben mal locker, das Livefeeling auch auf den kleinen Silberling zu übertragen, denn auch aus den ganzen Nullen und Einsen des Digitalträgers drängt sich mit Macht der rohe, heutzutage schon unkonventionelle Sound auf. Punkteabzug kann es da nur geben, weil die Produktionsschwankungen schon deutlich auszumachen sind. Egal, Teutonic Slaughter lassen auf ihrer zweiten EP nach allen Regeln der Thrashkunst die Schwarte krachen, schon das unheilschwangere Intro „Rise Of Teutonia“, welches noch nicht annähernd auf die Abrissbirne hinweist, sorgt für einen gehobenen Stimmungspegel in den heimischen vier Wänden.

Rotzig, dreckig – so interpretieren Teutonic Slaughter ihren Sound und bauen immer wieder diese punkige Grundstimmung wie vor allem bei „Trash Mania“ ein; die einzige Nummer hier, die auch schon auf der Debüt-EP „Teutonic Thrash Terror“ von 2013 zu finden war. Unkompliziert, Riff-dominiert, dazu der dreckige, mit einigen unter die Haut gehenden Screams wie in „Circle Of Chaos“ durch Frontmann Philip vorgetragene Gesang: fertig ist die äußerst gelungene Abgehmischung für traditionsbewusste Old-School-Thrasher. Etwas aus dem Rahmen fällt der Rausschmeißer „Teutonic Witch“, der bei den Liveshows ungemein gut funktioniert, hier auf CD aber wegen der häufigen Wiederholungen des Refrains ein paar Federn lassen muss. Allerdings kontern Teutonic Slaughter auch mit ein wenig Abwechslung, kredenzen sie doch zu Beginn des Songs eher eine klassische Metalatmosphäre, folgen schnell aber dann doch wieder dem Thrashauftrag. Schade nur, dass die einleitende Leadgitarre ein wenig zu unsauber klingt.

Aktuell arbeiten die Gladbecker mit Nachdruck an ihrer ersten Full-Length-Rille, und wenn sie dieses hohe und sehr authentische Niveau in eine bessere Produktion ummünzen können, was aber nicht modernere Aufnahme heißen soll, dann steht schon jetzt für Anfang 2016 ein wahres Highlight an. Teutonic Slaughter sind live und auf der EP ein richtiges Abrisskommando ganz nach dem Motto: „Willst du eins auf der Fresse, dann höre dir 'United In Hate' an, denn Teutonic Slaughter sorgen dafür“. Hier stimmt das komplette Paket bis hin zum Coverartwork, da fehlen im Booklet eigentlich nur noch die Texte. Für acht Euro kann man sich das Dingen bei der Band bestellen oder gleich beim nächsten Gig abgreifen, doch Obacht: Viele Exemplare haben sie nicht mehr.

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