Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Teutonic: Born Of Hellfire

Nach Startproblemen doch noch ganz ordentlich
Wertung: 7/10
Genre: True Metal
Spielzeit: 48:30
Release: 01.04.2008
Label: Eigenproduktion

Fünf Metaller haben es sich zur Aufgabe gemacht, der Welt den Weg zu weisen und dem einzig waren True Metal zu huldigen. Man bezeichnet die eigene Musik als „German Heavy Metal the old way“. Stimmt irgendwie, denn recht modern klingt das Dargebotene nicht und da man aus Deutschland kommt, ist der Rest natürlich auch richtig definiert.

„Born Of Hellfire“ ist eigentlich nur ein Intro. Spannung erzeugt es gut mit all dem Feuer, dem Kindergeschrei, der Orgel und der nicht ganz freundlichen Begrüßung. „Side By Side“ ist damit dann der erste Song, welcher irgendwie ein wenig holprig daherhämmert. Ein auf Galoppieren getrimmter Gitarrentakt untermalt von recht heftigen Bassdrums, die mir eigentlich beim kompletten Album etwas zu sehr im Vordergrund stehen, sorgt für ein doch recht antiquiert wirkendes Klangspektrum. Was zwar nicht unbedingt negativ sein muss, aber hier nicht so wirklich zu überzeugen weiß.

„Kiss The Sword Of Vengeance” geht insgesamt etwas zügiger voran, wobei mir nicht so ganz klar wird, ob der Sänger einfach nur Probleme mit dem Takt hat oder das so gewollt ist. Eine etwas nach Hausmannskost riechende Instrumentierung gepaart mit dem nicht wirklich passendem Gesang sorgt für eine gewisse Ernüchterung beim Rezensenten.

„Calling The World“ nimmt leider auch den eingeschlagen Pfad auf. Man versucht recht krampfhaft, Mitgrölrefrains zu erschaffen, was auch zu einem bestimmten Grade funktioniert. Der Recht unflexible Gesang sorgt dann mit dem Gesamtsound aber für nicht wirklich viel Freude. Etwas zu simpel sind die Arrangements trotz mehrerer Tempowechsel und unterschiedlicher Melodien.

Etwas unverhofft wird dann aber „The Mirror“ etwas besser. Trotz der schon angesprochenen Freudendämpfer schafft es dieser Song, durch ein insgesamt stimmigeres Gesamtbild ein wenig zu überzeugen. Wenn man bedenkt, dass die Band zehn Jahre gebraucht hat, dieses Album einzuspielen, wenn man mal von einer MCD absieht, dann ist es nicht verwunderlich, dass man noch keinen Plattendeal an Land gezogen hat. Bei „The Mirror“ klingen die Gitarren von Stef und Ventor eigentlich sehr solide.

Mit neu geschürter Hoffnung geht es dann zum nächsten Track „Metal Defenders“. Dem Titel angepasst wird recht deutlich der klischeehafte Weg eingeschlagen, aber nicht ungelungen. Der Song weiß zu überzeugen, auch wenn mich Wersi`s Stimme und die zu dominanten Bassdrums von Effe doch etwas stören. Dies wird im kurzen Mittelteil sehr auffällig, da dort das Mikro auf Off steht und die Bassdrums eine Pause einlegen. Hier kann dann die Gitarrenfraktion glänzen.

„King`s Quest“ kann da leider nicht so ganz mithalten. Das Headbangtempo ist in deutlich gemäßigter Geschwindigkeit gehalten. Man besingt die Schlacht und schafft es aber dennoch nicht, für Spannung zu sorgen. 08/15 Riffs aus den Achtzigern sorgen zwar heutzutage, wenn sie gekonnt präsentiert werden, immer noch für Begeisterung, aber hier ist das Gesamtpaket zu gleichförmig. Der ruhige Mittelpart hätte hier ein richtig cooles Ausrufezeichen setzen können, leider gelingt dies durch den recht monoton klingenden Gesang nicht.

„Tower Of Terror“ klingt dann wie ein Überbleibsel von WW III aus dem Jahre 1990, welches dort aber technisch besser präsentiert wurde (kein Wunder bei der Besetzung: Jimmy Bain, Vinny Appice, Tracy G. und Mandy Lion), welches damals allerdings auch eher im Heavy Rock Gewand daherkam, trotzdem auch damals keine Chance am Markt hatte. Dennoch ein Song, den ich zu den eher besseren zählen würde.

In „Underworld“ wird erstmal recht rhytmisch geschossen, was dem Ganzen allerdings ein wenig die Glaubwürdigkeit nimmt. Die guten Gitarren und die besser passende Gesangslinie sorgen dann doch für etwas mehr Zufriedenheit.

„Battle Earth“ beginnt dann musikalisch stark, entpuppt sich allerdings als Intro zum letzten Song, der dann von gesprochenen Worten in die True Metal Ecke gerückt wird.

Der Abschlusssong beherbergt dann sogar zeitweise ein wenig Viking Einflüsse. Nicht schlecht, zumal dadurch ein wenig mehr Abwechslung über den Hörer hereinbricht. Basser Tschocho macht seinen Job gut und erzeugt mit den beiden Gitarristen das wohl gewünschte, etwas mulmige Gefühl.

Fazit: Schade, dass die Demoscheibe derart schwach gestartet ist, aber nach hinten heraus hat man dann doch Versöhnliches abgeliefert. Recht altbacken und simpel klingt das Vorgetragene. Aber wenn man einen etwas ausgewogeneren Sound bei der nächsten Scheibe hinbekommt und Sänger Wersi ein paar mehr Tonlagen raushaut, könnte es interessant werden. Um das Motto des letzten Songs aufzunehmen: „Fight Hard, Stay True“. Dies gilt auch für die Band, falls man allerdings wieder zehn Jahre für ´nen Longplayer braucht, dann dürfte auch eine behutsame Weiterentwicklung zu spät sein.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna