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Testament: Dark Roots Of Thrash

Voll empfehlenswerte Live-Best-Of
Wertung: -/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 44:06/ 55:31
Release: 11.10.2013
Label: Nuclear Blast

Mit Testament ist eine der dienstältesten Thrashbands noch immer aktiv, die nun mit „Dark Roots Of Thrash“ erneut eine Live-Scheibe veröffentlichen. Natürlich, den einen oder anderen Track hat man auch schon auf anderen „Compilations“ in Liveform abbekommen, auf der vorliegenden Doppel-CD ist aber die komplette Show der Oakland-Senioren in Paramount in Huntington mitgeschnitten worden.

Kenner der Band werden natürlich beim Blick auf die Setlist gleich zwei Dinge feststellen: Zum einen bedienen Testament die Frühphase und nutzen dafür Tracks der ersten drei Alben „The Legacy“, „The New Order“ und „Practice What You Preach“, auf der anderen Seite toben sie sich dagegen mit dem Material neueren Datums aus, wobei sie hier auf die Kracher  von „The Gathering“, „The Formation Of Damnation“ und natürlich der aktuellen Studioscheibe „Dark Roots Of Earth“ zurückgreifen – und da ist sie dann auch schon, die Parallele bei der Namensgebung.

Und selbst wenn man vielleicht tierisch lange die fetten Thrashbatzen von Testament ausgeblendet hat, so wird schnell klar, in welcher „Hitdichte“  über 27 Jahre hinweg die Band agiert. Gleich einer der besten Songs, wenn nicht überhaupt „DER“ beste ist dann auch der Rausschmeißer des Doppelpacks – „Disciples Of The Watch“ – wem da als Thrashfan nicht gleich das schwarze Herz aufgeht, der möge gemäß „I'll burn you to that cross“ gerichtet werden. Aber auch die Old-School-Vertreter „Trial By Fire“ mit dem markanten Basspart oder aber die wie für The-Pit.de geschriebene Hymne „Into The Pit“ stehen dem keine Sekunde nach:

Join the insanity or die as you fall - Into the pit!
The mass production and the killing of all - Into the pit!
The future screams for help are fading away - Into the pit!
The world tomorrow - will it die for today? - Into the pit!

Als unfassbar stellt sich aber auch für nicht ganz zeitlich orientierte heraus, dass „More Than Meets The Eye“ tatsächlich erst gute fünf Jahre auf dem Buckel hat und so wirkt, als hätte er sich locker auf das Debüt oder das zweite Album schleichen können. Und genau daran kann man dann auch eines von mehreren Qualitätsmerkmalen festhalten: Die Scheibe wirkt wie in Edelstahl gegossen wie eine Einheit. Der Sound knallt amtlich, die Fans sind dauerhaft präsent, ohne aber übertrieben in den Vordergrund zu rutschen und auch so manche Ansage lädt zum Schmunzeln ein, so z.B., wenn Chuck Billy das Publikum recht früh auffordert, ein wenig mehr zu tun, schließlich würden sie die Show für eine DVD aufnehmen.

Das Testament-Label selbst lobt natürlich vorliegenden Tonträger als herausragendes Genremoment des gesamten Jahres. Für gewöhnlich lehnen sich die Schreiberlinge der Plattenfirmen natürlich gerne weit aus dem Werbefenster, doch für „Dark Roots Of Thrash“ muss man einfach neidlos anerkennend zustimmen, dass hier ein wahres Livemonster vorliegt. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass immerhin vier Testamentoren – die beiden Gitarristen Eric Peterson und Alex Skolnick, Bassist Greg Christian und natürlich Chuck Billy himself – auch heute noch Teil der Bandfamilie wie schon anno 1987 sind, lediglich Drummer Gene Hoglan ist als „Mietmusiker“ schon seit 2012 dabei. Bleibt nur noch als kleines Fragezeichen, warum denn „Souls Of Black“, "The Ritual", „Low“ und „Demonic“ so ganz ausgeblendet wurden – vielleicht zu viel Death Metal oder aber der Luxus, zu viele gute Songs für eine Show zu haben. Unbedingte Kaufempfehlung für die Live-Best-Of „Dark Roots Of Thrash“ – obey!!

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