Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

TesseracT: Polaris/Errai Tour Edition 2016

Ein gelungener Doppelschlag
Wertung: 8/10
Genre: Progressive Metal, Post-Hardcore
Spielzeit: 65:39
Release: 16.09.2016
Label: eOne Music/Kscope Records

Die Briten TesseracT sind eine Band, die mittlerweile ihren festen Platz im The-Pit.de-Lager erworben hat: Bereits die beiden Full-Lengths „One“ und „Altered State“ sowie der Acoustic-Ausreisser „Pespectives“ konnten besprochen werden, zumeist glänzte die Band nicht nur mit einer epischen Mischung aus Post-Hardcore und Prog, sondern auch mit einem neuen Sänger.

Bereits letztes Jahr hatten die Jungs ihr drittes Album „Polaris“ veröffentlicht, sich auf Tour begeben und wie das bei TesseracT nun mal so ist, scheinen im Touralltag die kreativen Säfte noch reichhaltiger zu fließen als beispielsweise im Studio, jedenfalls kam die Truppe dieses Jahr mit dem etwas sperrig betitelten „Polaris/Errai Tour Edition 2016“ ums Eck, einer wahlweise als Doppel-CD oder -LP zu erwerbende Scheibe, die nicht nur das benannte Album beinhaltet, sondern in Form der „Errai“-EP auch vier neu bearbeitete „Polaris“-Tracks. Der gerade im Core-Bereich allseits beliebte Dan Mumford hat sich des Covers angenommen und eine Schönheitskur verordnet, die sich sehen lassen kann und im Vergleich zu früheren TesseracT-Covern direkt überladen wirkt.

Dabei geben sich TesseracT bereits im Opener „Dystopia“ gewohnt energiegeladen, Sänger Dan Tompkins (ausnahmeweise kein ganz neuer Name, war der gute Mann doch schon mal bei der Truppe dabei) beweist einmal mehr, dass Klargesang im Metal nicht weinerlich klingen muss und die kalte und sterile Atmosphäre des Tracks unterstreicht die recht technische Ausrichtung der Band.

Schon bei „Survival“ kann man dann die zwei Songvarianten gegenüber stellen; während nämlich die ursprüngliche Version zwar Gänsehaut fördernd, aber trotzdem dynamisch nach vorne prescht und einen absoluten Anspieltipp markiert, wird in der überarbeiteten Version mit Klavier- und insgesamt ruhigeren Klängen gearbeitet, was dem Track aber auch überraschend gut steht. Überhaupt haben TesseracT ja gewohnheitsmäßig einiges an Theatralik im Gepäck, gut zu hören ist das auch beim sperrigen „Utopia“, bei dem auch mal ein unangekündigtes Bass-Solo den Rahmen zu sprengen versucht.

Bei „Cages“ darf man dann erneut vergleichen, im Original ein irgendwie unruhiger, getriebener Track, durchsetzt von klar anhebendem Gesang, angetrieben von unheilvollen Drums; die „Errai“-Version dann wesentlich zurückhaltender, instrumental zwar eindrucksvoller, nur die teils recht hohen Gesangseinlagen könnten die Eintracht stören.

Insgesamt muss man den Jungs ein Lob aussprechen: Nach dem enttäuschenden akustischen Ausflug auf „Perspectives“ hatte man bei der Ankündigung neu arrangierter Songs schon so ein leichtes Übelkeitsgefühl, die vier Tracks haben die Briten aber zum Teil wirklich intelligent und schön umgestaltet. Auch die eigentliche „Polaris“-Platte ist mit ihren neun Tracks vollkommen ausreichend bestückt, „Seven Names“ bietet zum Finale hin sogar noch ein absolutes Highlight mit der wahrscheinlich stärksten Sangesleistung der ganzen (Doppel)-Scheibe. Acht Punkte sind hier auf jeden Fall drin, die hohen Gesangsparts in einigen Songs sind und bleiben absolute Geschmackssache.

comments powered by Disqus

Waldbühne lädt bei freiem Eintritt ein

Von Erinnerungen, Rückblicken und Genuss

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin