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TesseracT: Altered State

Ein schönes Album mit neuem Sänger
Wertung: 8/10
Genre: Progressive Metal, Post-Hardcorw
Spielzeit: 50:43
Release: 24.05.2013
Label: Century Media

TesseracT sind eine Band, die sich verändern will. Immerzu. Ob es daran liegt, dass die Truppe seit ihrer Gründung 2003 (damals noch als Studioprojekt) mittlerweile beim vierten Sänger angekommen ist, bleibt unbeantwortet. Tatsache ist, dass die Briten bisher bei jedem Album mit einer neuen Stimme glänzen konnten – vom Langrillenerstling „One“ mit Schreihals Daniel Tompkins über die experimentelle, fast ausschließlich akustische EP „Perspectives“, die den Ami Eliot Coleman vorstellte bis zum im Mai erschienenen neuen Album „Altered State“, bei dem nun Ashe O'Hara hinter dem Mikro platziert wurde – die Truppe experimentiert nicht nur musikalisch, sondern auch in Sachen Line-Up.

Der Neue am Mikro wirkt im ersten Durchgang wie eine gute Mischung der vorangegangenen Sänger – kristallklar und aggressiv zugleich kann der Brite auf „Altered State“ qualitativ schon mal punkten. Auch die Tracklist liest sich spannend: Aufgeteilt ist „Altered State“ nämlich in folgende Kategorien: „Of Matter“, „Of Mind“, „Of Reality“ und „Of Energy“, von denen jede zwei bis drei Songs beinhaltet.

Der erste Eindruck bleibt ja immer zumindest in Teilen bestehen – in diesem Fall kann das für die Truppe nur gut sein, denn im ersten und zweiten Durchgang verblüfft „Altered State“ durch seine Mischung aus Emotionalität und Komplexität, ohne dass hier Wert auf ausuferndes Gefrickel gelegt würde. Die Songs scheinen vielmehr ganz natürlich zu fließen, was vor allem auf die Gitarren zutrifft – gerade Songs wie das perlende „Of Reality – Eclipse“ nehmen den Hörer mit in die Welt von TesseracT, wo Metal nicht mehr einfach nur Metal ist, sondern sich mit anderen Stilen und einem ganzen Kaleidoskop an Gefühlen zu einer homogenen Mischung verbindet.

Natürlich stechen auch hier einige Songs besonders hervor. Da wäre beispielsweise das stakkatohafte „Of Mind – Exile“, das mit sphärischem Gesang und wummernden Gitarren, die mittlerweile einen festen Platz im Arrangement fast jedes Songs haben, zu einer eigentümlich romantischen Atmosphäre führt.

Ein ebensolches, man möchte fast sagen: Meisterwerk ist das finale „Of Energy – Embers“ geworden, das sich gesanglich nur sehr zögernd durch die Boxen schleicht, dann aber mit einer wunderbar tief gestimmten Gitarre über den Hörer hereinbricht und auch – endlich!!! – aggressivere Gesangslinien präsentiert. Hier findet sich definitiv der treibendste Song der Platte, den sich die Herren für den Schluss aufgespart haben.

Fazit: „Altered State“ kann nicht ganz an „One“ heranreichen, übertrifft aber die „Perspectives“-EP um Längen. Abseits von Backkatalog-internen Vergleichen ist die neue Scheibe aber ein sehr schönes Stück Musik mit besinnlichen wie auch aufwühlenden Momenten, innovativen und intelligenten Songideen und einem durchweg klar deutlichen roten Faden geworden. Acht Punkte sind hier gut angelegt.

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