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Terror Squad: Chaosdragon Rising

Extrem, um extrem zu sein
Wertung: 4.5/10
Genre: Extrem Metal
Spielzeit: 43:14
Release: 06.08.2007
Label: World Chaos Production

Im Land der aufgehenden Sonne wird auf metallischer Ebene schon einmal gerne chaotischer musiziert, man denke nur mal an die Black-Metal-Sickos oder manch andere merkwürdige Inkarnation der Visual Kei-Bewegung. In diesem Sinne folgt die asiatische Terror Squad also nur ihrer Bestimmung bzw. dem Weg, den das japanische Genre bereits seit einigen Jahren konsequent einschlägt und der eine stetig wachsende Fanschar verspricht. Allerdings ist schwer zu glauben, dass diese verrückten Chaos-Thrasher mit ihrem hektischen Gemisch aus klassischem 80er-Krach, vertracktem Noise-Prog und jazzigen Geschepper tatsächlich Erfolg haben können, zu abgefahren scheinen die Ideen, zu mäßig die Umsetzung – und schon ist die Band komplett abgeschrieben.

Nun, gerade im Bereich der etwas extremeren Experimente ist die Schwelle zwischen herausragend und absolut besch… relativ schmal, ein Absturz also jederzeit möglich, sofern nicht schon von Beginn an vorbestimmt. Dieser Umstand begleitet die neue Scheibe „Chaosdragon Rising“ über die gesamte Spielzeit, wobei vor allem die räudigen Punk-Thrash-Konglomerate der ersten Minuten die Nerven gehörig penetriert. Gaspedal durchgetreten, die Verzerrer auf Anschlag und kompromisslos drauflos gekloppt. Sicherheit gibt den Japanern das wüste Gebrüll ihres Frontmanns, der sich aber anscheinend auch nicht darüber im Klaren ist, dass derartige Effekte kaum für Effizienz bürgen – und tatsächlich, dem ist auch nicht so.

Um aber nun auf den Punkt zu kommen: Das ganze raue Geknüppel verliert aufgrund der relativ geringen Flexibilität schnell seinen Reiz. Die Musik ist zumeist schemenhaft, teils auch überambitioniert und letztendlich immer wider auf denselben chaotischen Nenner zu bringen, der die gesamte Platte beschreibt. Titel wie „Thrash Metal Anarchy“ und „Metal Psycho Machine“ mögen diesbezüglich zwar klare Standpunkte setzen, vermögen musikalisch aber keineswegs den defizitären Rahmen der gesamten Platte zu sprengen. Sobald die Band dann in den letzten Minuten noch versucht, Anspruch in die Sache hineinzubringen und die Songlängen sich zum Schluss sogar verdoppeln und verdreifachen, hört der Spaß endgültig auf. Plötzlich sollen akustische Einprengsel in „Hellbound Deathboogie“ es richten und Versäumtes aufarbeiten, doch mangels Homogenität und spürbarer Spontaneität ist auch hier rasch die Luft raus.

Somit ist das Potenzial von „Chaosdragon Rising“ über weite Strecken äußerst gering und einzig auf die rauen Aggro-Auswüchse der Asiaten fokussiert. Dass diese aber allemal nicht ausreichen, um den Hörer in irgendeiner Form mitzureißen, stellt die Platte schließlich aufs Abstellgleis und in eine Position, die sie nur noch für Freaks interessant macht. Mir persönlich sind Bands wie Municipal Waste in diesem Fall jedoch deutlich lieber, zumal man bei ihnen noch den Eindruck hat, sie wissen, was sie tun…

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