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Terminal: Bring Forth The Few

Energetisches Debut aus Dänemark
Wertung: 7.5/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 47:17
Release: 17.04.2009
Label: Trechoma Records

Wie kaum ein anderes Volk auf dieser Erde sind die Dänen für ihre Bodenständigkeit und Offenheit bekannt. So verhält es sich auch mit der Musik der Newcomer Terminal, die eingängigen, aber trotzdem eigenständigen Alternative Rock spielen. Hierbei versucht die Band Altes wie die klassiche Dreifach-Besetzung mit einem modernen Sound zu verknüpfen, was auch problemlos gelingt. Mit „Bring Forth The Few“ veröffentlicht das Trio nun sein Debut-Album, mit dem ihm der Durchbruch gelingen soll – das Potenzial dazu hat die Band auf jeden Fall.

Die meisten der elf Tracks rocken sehr treibend nach vorne, haben aber ein für das Genre überraschend hohes Maß an Komplexität. Insbesondere an der Gitarre werden einige groovende Riffs auf den Hörer losgelassen, die teilweise unerwartet in die Songs eingebaut sind. Auch die anderen Instrumente werden sehr souverän gespielt und profitieren zudem von der gelungenen Produktion. Ebenso viel technisches Können kann der Sänger der Band vorweisen, dessen hoher Gesang aber sicherlich nicht jedem gefallen wird. So klingt seine Stimme teilweise fast schon elektrisch, ohne dabei jedoch Emotion vermissen zu lassen, denn davon wird eine Menge geboten. Ob nun leidend oder eher forsch, glaubwürdig kommt das ganze immer rüber. Auch Abwechslung wird genügend geboten, denn die Jungs versuchen verschiedene Einflüsse in ihrer Musik zu verarbeiten, so dass auch einige ruhigere Stücke oder Experimente wie „Constantly Ignoring“ auf der Platte zu finden sind, doch dazu später mehr.

Mit „Run And Make It Fast“ steigen die Dänen gleich sehr energetisch in die CD ein, harte Strophe wechseln sich mit einem hoch gesungenen Refrain ab, der schon nach dem ersten Durchlauf im Ohr hängenbleibt. Der zweite Track „Eve“ hingegen gestaltet sich wesentlich melodiöser und ruhiger, überrascht aber mit einem gelegentlich eingestreuten harten Riff. Das bereits genannte Stück „Constantly Ignoring“ zeigt dann eine völlig andere Seite der Band, der Gesang ist hier noch höher als gewöhnlich und der Song ist nahezu komplett elektronisch gehalten. Mit „City“ findet sich ein weiteres Highlight auf der CD, das zwischen melodiösen und härteren Passagen wechselt und erneut einen Ohrwurm-Refrain bietet. Nach dem tollen Titelstück „Bring Forth The Few“ schlagen Terminal mit „Decline“ noch einmal ruhigere Töne an, wobei der Frontmann eindrucksvoll sein Können unter Beweis stellt und eine Menge Emotion in seine Stimme legt.

Übermäßig viel Innovation bietet die Platte sicherlich nicht, doch da die Stücke sich recht stark voneinander unterscheiden und alle Songs zudem sehr ehrlich wirken, verzeiht man das der Band gerne. Auch nach mehreren Durchläufen wird das Album nicht so schnell langweilig, denn Terminal gelingt der Spagat zwischen reichlich Ohrwurm-Potenzial und Anspruch. So eignet sich „Bring Forth The Few“ sowohl zum Nebenbei-Hören als auch zum aktiven Genuss, im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen haben die Songs nämlich meistens Spielzeiten von vier oder mehr Minuten zu bieten, so dass die Track sich langsam entfalten können und Spannungsaufbau inklusive Höhepunkten möglich ist.

Terminal zeigen sich von ihrer besten Seite und präsentieren sich als hoffnungsvolle Alternative Rock-Newcomer. Die Musik ist stellenweise durchaus radiotauglich und äußerst eingängig, begeistert aber zur gleichen Zeit mit starkem Songwriting und einem hohen technischen Anspruch der Musiker. Der Gesang besticht durch seinen Wiedererkennungswert und hilft der Band zusätzlich aus der Masse hervorzustechen, so dass der Durchbruch Terminal durchaus vergönnt sein könnte, denn auch wenn die Dänen kein musikalisches Neuland erschließen, überzeugen sie schlichtweg durch eine hohe Qualität.

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