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Terhen: Eyes Unfolded

Ereignisarm
Wertung: 5/10
Genre: Doom Metal
Spielzeit: 53:50
Release: 20.08.2007
Label: Firebox

Eine weitere Portion Schwermut aus meinem Lieblingsland wabert aus den Boxen, und zwar in Form von Terhen´s Debutscheibe „Eyes Unfolded“. Dieser Debutscheibe sind zwei Demos voraus gegangen, bis man über Firebox, das Label, welches sich speziell auf dem Doom-Sektor stark macht, einen Deal bekam. Interessant ist noch anzumerken, dass die Jungs ein Angebot bekamen, anlässlich einer Modenschau in Peking einen Musikclip zu machen (Ja, hr lest schon richtig). Und das funktionierte dann auch noch, denn dieses Unterfangen wurde als Erfolg gewertet.

Die Finnen schaffen hier eine Gefühlswelt, die es einem schier unerträglich macht, sich diese fünf Songs an einem sonnigen Tag, womöglich noch mit einem sonnigen Gemüt anzutun. Kein Wunder, denn der Bandname spricht schon für sich, denn Terhen bedeutet auf Alt-Finnisch soviel wie „Nebel“. Passt ja schon einmal, denn Depression wird hier ganz groß geschrieben.

So verharrt man beispielsweise in „Influences“ in minutenlangen, schwerfälligen Takten, bevor es dann mit von den Instrumenten begleiteten Growlen von Jyri Pylvänäinen weiter geht. Der Gute variiert des weiteren immer mal wieder zwischen Growlen und cleanem Gesang, aber meines Erachtens steht ihm und auch den Songs das Growlen erheblich besser, da der Musik so eine gewisse Heftigkeit verliehen wird.

Die Crux des an sich wirklich guten Materials ist ab dem folgenden „Six Months“ bis zum Ende der Scheibe allerdings ausnahmslos nur noch folgende, dass ab diesem genannten Track dann doch auf die gesamte Strecke betrachtet Homogenität Einzug hält, was andere auch als Eintönigkeit bezeichnen mögen. Es ist alles schön und gut, wenn eine depressive Stimmung erzeugt wird, aber sobald dann das Material anfängt, etwas vermissen zu lassen oder gar beginnt zu langweilen, dann kann das Ganze zu einer gefährlichen Geschichte werden.

Hinzu kommt eine Sache, die mir recht derbe aufstößt, und zwar ist dies der weibliche Gesang auf diesem Album. Wer mich kennt, weiß, dass ich generell dazu neige, damit ein Problem zu haben. Und das wird auf „Eyes Unfolded“ leider wieder einmal bestätigt. Was Elisa Pellinen hier bietet, klingt fast schon disharmonisch. So etwas habe ich zuvor nur von Unholy gehört. Na ja, wem´s gefällt … Mein Baustelle ist das definitiv nicht.

Die Produktion kann sich nichts vorwerfen, denn man hat hier gute, solide Arbeit geleistet. Arbeiten sollten Jyri und seine Bandmitglieder allerdings definitiv an der Variabilität in ihren Songs, denn das Material kratzt streckenweise stark an der Grenze zur Langweiligkeit. Und diese Art der weiblichen Vocals sollte man auch noch einmal überdenken …

Fazit: Eigentlich ein gelungenes Stück Depressive Doom, wenn die Jungs sich noch den letzten Feinschliff verpassen. Fans der Finnen von Unholy können hier unbedingt zuschlagen. Ich für meinen Teil ziehe dann lieber Doom á la Funeral vor, denn da passiert mehr.

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