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Tephra: Tempel

Bemerkenswerte Arbeit mit verschmerzbarem Mangel
Wertung: 7.5/10
Genre: Experimental Metal, Rock
Spielzeit: 47:30
Release: 18.02.2011
Label: Golden Antenna Records

Drei Jahre nach dem Erscheinen ihres letzten Silberlings „A Modicum Of Truth“ legen Tephra nun ihren neuen Longplayer „Tempel“ vor, welches mittlerweile schon das dritte Album der 2003 gegründeten Band ist. Sie selbst sehen sich von der Doomrock-Band Neurosis beeinflusst und tatsächlich sind Ähnlichkeiten zu den Kaliforniern nicht von der Hand zu weisen.

Beginnt man mit „Ghost“ noch recht drückend und schleppend, kann man sich schon beim zweiten Song „Chains And Pounding Hooves“ von der neuen Qualität der Band überzeugen.  Tephra haben die letzten Jahre gut genutzt und präsentieren sich um einiges vielseitiger. Nicht nur, dass die Braunschweiger ihr Gitarrenspiel weiter vervollkommnet haben, sie setzen auch auf vielschichtigere Arrangements und geben sich neuen musikalischen Einflüssen hin. So sind zwar sind die Gitarren weiterhin die dominierende Komponente, jedoch wird dem Bass, wie auch den knackigen Drums Platz zur Entfaltung gegeben. Was hier schon so dynamisch und abwechslungsreich ins Ohr geht, können Tephra in Folge noch weiter steigern.

So treffen bei „How The West Was Lost“ psychedelische Gitarrenklänge auf harte Metal-Riffs, gehen ruhige Passagen fließend in Hardcore-Rhythmen über und erzeugen so die ganze Zeit eine ungemeine Spannung, die sich über den mit reichlich acht Minuten überlangen Song halten lässt. Für mich ist dies der intensivste Track des Album.

Mit „Deadman’s Path“ kehrt wieder etwas Ruhe ein, die anfangs nur mit kurzen, schnellen Tempi unterbrochen wird. Trotzdessen bleiben in den melodiös-langsamen Phasen Kraft und Dynamik erhalten, um sich am Ende noch einmal krachend zu entladen.

Der wirklich gute Gesamteindruck des Albums wird allerdings durch die Gesangsparts um einiges geschmälert. So vielseitig und kreativ man die Stücke gestaltet, so monoton wirkt doch der Schreigesang an vielen Stellen. Entwickeln die Instrumente eine unglaubliche Energie, fehlt es Sänger Ercüment oft an Volumen und Wiedererkennungswert in der Stimme.
Leider werden die Gesangsspuren teilweise auch noch dermaßen von den Gitarren überdeckt, dass es kaum noch möglich ist, die Texte zu verstehen. Sicher ist dies zum Glück nicht in der Überhand, aber auf jeden Fall verbesserungswürdig.

Sieht man mal von diesem verschmerzbaren Makel ab, handelt es sich aber um eine sehr bemerkenswerte Arbeit des Quartetts. Durch die Grenzüberschreitung in verschiedene Stile, die Spielfreude, die man jedem der acht Songs anhört, wird man sicher weitere Fans der unterschiedlichsten Szenen hinzugewinnen. „Tempel“ bedeutet 48 Minuten explosive,  abwechslungsreiche Musik, die sich zu einem komplexen Werk zusammenfügt. So kann man jetzt schon auf das nächste Album gespannt sein und hoffen, dass der Band ein weiterer feuriger Streich gelingt.

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