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Tenside: My Personal War

Ein eher durchwachsenes Debütalbum
Wertung: 5.5/10
Genre: Nu Metal, Thrash
Spielzeit: 39:26
Release: 26.01.2007
Label: Unformatted Records / Rough Trade

Manchmal fällt es einem Rezensenten wirklich nicht einfach, ein Album zu bewerten. So auch im Fall von Tenside’s Debütalbum “My Personal War”. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die noch recht junge Band aus deutschen Landen ein Album mit reichlich Licht und Schatten veröffentlicht. Geboten wird dem Hörer moderner Nu Metal mit starkem Thrash - Einschlag, wobei auch hier schon das erste grosse Problem der Band zu sehen ist, denn dieses Genre gibt schon seit Jahren nichts mehr her.

Was früher vielleicht noch gut funktionierte, reicht heute einfach nicht mehr aus, um in der eh schon angeschlagenen Szene eine wirklich signifikante Rolle spielen zu dürfen. Es reicht nicht mehr aus, genau das zu machen, was zig andere Bands schon vorher und vor allem besser gemacht haben. So haben Tenside mit ihrem stark an Soulfly und älteren Limp Bizkit erinnernden Sound auch keine Chance, wirklich grosses Interesse für sich und ihrem Debüt “My Personal War” zu wecken. Aber nicht nur in Sachen Innovation und Eigenständigkeit weist diese Band Mängel auf, auch ihre Songs dümpeln mit einer einzigen Ausnahme im eher langweiligen Durchschnitt herum und dies trotz einer äußerst druckvollen und qualitativ hochwertigen Produktion.

Die Ausnahme ist übrigens der Song “This is reality”: Der einzige auf dem Album, der wirklich mitreisst und alles besitzt, was ein guter Song in diesem Genre braucht. Mit den knallenden Riffs und dem abwechslungsreichen Gesang kann man hier den Hörer in seinen Bann ziehen und zumindest einmal auf “My Personal War” zeigen, was man eigentlich drauf hat. Schade, denn von “This is reality” ausgehend besitzen Tenside doch einiges an Potential.

Na gut, so richtig schlecht sind Songs wie “Defied”, “I hate it”, “World Of Misery” (mit ein paar wirklich guten Melodien) oder “We are the minority” ja keinesfalls, aber sie hinterlassen absolut keinen Eindruck. Es sind Songs, die man sich anhören kann, aber die man doch recht schnell wieder vergessen hat, da man ständig das Gefühl hat, sie irgendwann schon einmal gehört zu haben und dieses Gefühl bedeutet nie etwas Gutes.

Eine Gänsehaut der unangenehmeren Sorte bekomme ich allerdings beim Hören der cleanen Vocals von “You get what you deserve”, die wirklich ziemlich schief und penetrant klingen. Ganz erklären kann ich mir dies nicht, schliesslich ist Sänger Kuhle am Mikrophon alles andere als untalentiert.

Fazit: “My Personal War” ist ein eher durchwachsenes Debütalbum geworden. Schade, denn gerade die Produktion und der Song “This is reality” zeigen, dass Tenside mehr können, viel mehr. Ich hoffe sehr auf baldige Umsetzung.

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