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Tenebrae In Perpetuum: L’Eterno Maligno Silenzio

Armageddon im Vormarsch
Wertung: 7/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 38:30
Release: 06.11.2009
Label: Debemur Morti Productions

SCHMERZ, VERDAMMNIS, HASS – das ist es, was ein Liebhaber des echten Black Metals  erwartet und genau das ist es, was er mit dieser CD bekommt.  

Nach bereits zwei veröffentlichen Alben sowie diversen begehrten Splits (beispielsweise mit Horna) legen die Italiener nun mit der neuen Scheibe „L’Eterno Maligno Silenzio“ nach. 

Tenebrae In Perpetuum („Dunkelheit auf ewig“) haben sich vollständig mit diesem Genre identifiziert und machen ihrem Namen alle Ehre, denn was dem Hörer da aus den Boxen entgegenkreisch,t ist unverblümter, roher Black Metal. Dabei verzichten die Musiker ganz auf Schnörkel und wilde Experimente. 

Die vom Frontmann Atratus geleistete Gitarren (und Bass-) arbeit ist sehr einfach gehalten und neigt grundlegend zur Monotonie. Sie enthält aber auch Melodien, die teilweise anmutend träumerisch wirken und der Musik einen Hauch von Mystizismus verleihen, was im Gesamtbild sehr stimmig wirkt. Leider neigt er auch zu Wiederholungen, die auf Dauer etwas einschläfernd wirken. 

Für Ildanach, der erst seit Anfang 2009 als Sänger dabei ist, ist dies das erste Album als Mitglied von Tenebrae in Perpetuum und es ist auch das erste Mal, dass Atratus die Vocals vollständig an jemanden abtritt. Aber diese Premiere kann sich durchaus sehen lassen.

Ildanach überzeugt mit seinem bösartigen und gequält klingenden Kreischen und fügt sich zunehmend gut in den Stil der Band ein. Er kann aber auch anders, wie er beispielsweise in „Il Morto Cthulhu Aspetta Sognando“ oder ganz besonders auch in „Rapitemi, Anime, Della Natura“ beweist. Bei diesen Liedern verzichtet er stellenweise auf seinen selbstzerstörerischen Sound und stimmt einen beschwörenden Gesang an, der Abwechslung bringt. Dies hat das Album auch nötig, da die Lieder zwar überzeugend, aber auch sehr ähnlich klingen. 

Davon ausgenommen sei „Dissoulzione In Preghiera”. Bei diesem Song haben sich Tenebrae In Perpetuum vom Black’n’Roll beeinflussen lassen. Die bis dahin solide verzehrende Grundstimmung wird bei diesem Stück mit einer trashigen und gleichzeitig dudelnden Gitarrenmelodie aufgepeppt, die vom Klang an den Pulp Fiction-Song („Pumpkin And Honey Bunny“) erinnert. „Dissoulzione In Preghiera” hat durchaus seinen Reiz, bricht aber aus dem Gesamtkonzept des Albums derartig heraus, dass es irritiert. 

Wenn man das Album aber im Ganzen betrachtet, klingt seine Interpretation vom Untergang wirklich verdammt dämonisch und sticht dadurch hervor.

Die Soundqualität des Albums ist wiederum etwas mager. Was für den einen ein Prädikat für echten Underground Black Metal sei, ist für den anderen einfach ein Qualitätsdefizit. So viel sei gesagt: Das Schlagzeug klingt dumpf und blechern, der Gitarrensound scheint oft ein wenig zu dünn. Aber vielleicht klingt das Album gerade dadurch echter als manch anderes.

Man wird durchaus von der unheilvollen Stimmung des Albums angesprochen, nur springt sie nicht völlig auf den Hörer über, was durch schrecklich abrupte Liedabbrüche verstärkt wird. Dies ist zwar mal etwas ganz anderes als die Fading Out-Methode, leider aber um keinen Deut besser.

Hinzu kommt, dass die gesamte CD mit ihren rund 39 Minuten sehr schnell vorbei ist und somit der erschwerte Stimmungsaufbau jäh abgebrochen wird.

All die negativen Aspekte dieses Albums sind Dinge, an denen man sich beim Hören aufreibt und die Wertung dementsprechend stark herabsenken. Diese fällt für dieses Album jedoch trotz allem recht gut aus, da „L’Eterno Maligno Silenzio“ einen großen Vorteil gegenüber sehr vielen anderen CDs hat und das ist Seele. Wer also nicht zu den eingefleischte Liebhabern zählt, diesen Punkt aber genauso zu schätzen weiß, wird seinen Spaß an dem Album haben. 

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