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Temple Of Twilight: All the Believers

Gute Songs, schwache Produktion
Wertung: 5/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 23:4
Release: 15.06.2006
Label: Eigenproduktion

Das Gothic Rock - Quintett Temple of Twilight hat seinen Sitz in den Tiefen des Ruhrgebietes. Nach ihrer Debüt-EP “Moon Attraction“ im Jahre 2003, gibt man mit der vor kurzer Zeit veröffentlichten EP “All the Believers“ erneut ein Lebenszeichen von sich.

Was einem wirklich sogleich nach dem Start der EP auffällt, ist der sehr gefühlvolle und authentische Gesang von Frontmann Andy. Es ist sozusagen das gewisse Etwas, das aus seinen markanten Stimmbändern entsteigt. Kein Wunder: Kommt Sänger Andy doch gebürtig aus England, was den sehr betörenden und eingängigen Tonfall in seiner Stimme erklärt. Was einem aber ebenfalls leider sofort auffällt, ist die relativ schwache Abmischung jenes Openers “On your Knees“. Der Bass und das Schlagzeug klingen doch ein wenig dumpf und man hätte die EP auch im allgemeinen etwas satter und lauter Aufnahmen können.

Nach diesem trotz allem recht dynamischen Eröffnungsgut, folgt aber mit dem Titelstück “All the Believers“ eine recht große und herbe Enttäuschung: Gleich zu Beginn wird man mit einem eher peinlich anmutenden Pseudo-Techno Sample gequält und der Refrain ist mit seinen süßlichen und billig verfremdeten Synthesizern eher dazu geeignet, die CD recht schnell wieder aus dem Player zu nehmen. Also jetzt absolut nichts gegen elektronische Variablen in Gothic Rock Gefilden, aber es sollte sich zumindest doch auch nach etwas anhören (insbesondere, wenn man jenen Song sogleich als Titeltrack auserwählt).

Richtig schön gefühlvoll ist hingegen die nachfolgende Ballade “Through the Rain“, in der sich sanfte Klavier- und kraftvolle Chorpassagen abwechselnd die Hand reichen. Alles in allem eine sehr ordentliche und zum Träumen anregende Darbietung, voller Gefühl und Emotionen. Ebenso scheint die Produktion ab hier eine Art unbewusste Metamorphose durchgemacht zu haben: Denn im direkten Vergleich zu den ersten beiden noch recht unausgegorenen Titeln, wirkt nicht nur “Through the Rain“ frischer, sondern insbesondere auch sein recht wuchtiger Nachzögling “Graveyard“. Dieser Track erinnert mich von seiner Atmosphäre her ein bisschen an alte und selige Sisters of Mercy - Zeiten. Der Bass- und Rhythmusverlauf ist besonders im Refrain recht angenehm kraftvoll und sphärisch-dunkel gehalten.

Abschließend geht es mit “Away“ noch einmal sehr bedrückend zur Sache. “Away“ ist ein Lied über viel zu früh verstorbene, gute Freunde der Band und dementsprechend auch recht melancholisch umgesetzt: Bittersüße Violinenparts vereinen sich mit von Leid getränkten Gitarrenriffs der sehr homogenen Spielplattform. “Away“ ist für mich definitiv der ausgeglichenste und best-interpretierte Song auf der EP, der auch wirklich nachträglich beeindrucken kann!

Alles in allem haben Temple of Twilight mit “All the Believers“ eine recht ordentliche und abwechslungsreiche Platte veröffentlicht. Die aber leider gerade zu Beginn noch deutliche (u.a. produktionsbedingte) Schwächen aufweist. Wenn man diese aber alsbald in den Griff bekommt, stehen den sympathischen Herrschaften sicherlich noch einige Türen offen... Erstehen kann man die EP übrigens für kleines Geld auf der Band-Webpage www.temple-of-twilight.de

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