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Teenage Bottlerocket: Stay Rad!

TBR melden sich mit abwechslungsreichem Album zurück
Wertung: 8/10
Genre: Punk
Spielzeit: 33:03
Release: 15.03.2019
Label: Fat Wreck

Vier Jahre nach dem Tod von Drummer Brandon Carlisle, der ebenso Bruder des Frontmanns Ray Carlisle ist, melden sich Teenage Bottlerocket mit ihrem neuem Album „Stay Rad!“ zurück. Nach dem 2017 erschienenen Cover-Album „Stealing the Covers“ markiert dies zugleich das erste reguläre Studioalbum nach der Tragödie und ebenso das siebente Album der Band.

Bislang wurden den Amis nur zu gerne Attribute wie sonnig, ausgelassen und lustig zugeschrieben, genretechnisch legte man sie am ehesten im Bereich Skate-Punk oder Pop-Punk fest. Mit „Stay Rad!“ dürfte sich dies allerdings ein wenig ändern, denn was der Vierer hier vorlegt, ist doch zu weiten Teilen etwas härter ausgefallen. Das Hauptaugenmerk liegt zwar weiterhin auf Punk, aber wie schon der Opener „You Don’t Get The Joke“ zeigt, fällt dieser recht ruppig aus. So gibt sich benannter Song weniger melodisch und geht damit auch weniger schnell ins Ohr als beispielsweise der direkte Nachfolger „Death Kart“. Bei „Creature From The Black Metal Lagoon“ kann man gar Metal/Hard-Rock-Elemente ausmachen, was nicht nur gut zum Titel gut passt, sondern dem Vierer auch gut zu Gesicht steht. Insbesondere der etwas länger ausgefallene Instrumentalteil und die anschwellende Dynamik machen den Titel zu einem Highlight der Scheibe.

Die angesprochene Dynamik setzt sich zudem bei einem Großteil der Songs durch, tempomäßig liegen Teenage Bottlerockets eh immer im oberen Bereich, der wie bei „I Want To Kill Clint Carlin“ in schwindelerregende Gefilde abdriftet. Trotz der Geschwindigkeit, der man im ersten Durchlauf kaum folgen kann, zieht der Vierer mit einer spielerischen Leichtigkeit durch den Track, die einfach mal ungemein Spaß macht. Etwas gewöhnungsbedürftiger ist hingegen „The First Time That I Did Acid Was The Last Time That I Did Acid“, nicht nur die Namensgebung ist als sperrig zu betrachten, auch dem Track sollte man zur vollen Entfaltung mehr als nur eine Runde gewähren. Hier geht man doch um einiges gröber vor, legt mehr Wert auf derbe Gitarrenriffs und bringt zudem noch einen fetten Hardcore-Punch mit ein. Damit wird der Titel zwar nicht jedermanns Geschmack treffen, kann aber als das wohl innovativste Stück gewertet werden.

Wobei man in puncto Abwechslung eh nicht die Mecker-Keule auspacken muss. Neben dem rhythmusbetonten „Everything To Me“, gibt es noch einige schmissige Songs, die einfach mal gut in Ohr gehen. Da steht schon anfangs das lockerleichte „In Wanna Be A Dog“, noch besser gelingt den Amis allerdings „Wild Hair (Across My Ass)“, welches im Mittelteil mit dominanten Basslinien überzeugt und live schnell durch die Decke gehen sollte. Bei den letzten Titeln  des Albums setzt sich hingegen wieder der Pop-Punk durch, der eben deutlich einschmeichelnder ausfällt. So zum Beispiel das abschließende „I Never Know“, welches eine flotte, eingängige wie auch tanzbare Nummer darstellt, damit zwar nicht den Rest toppen kann, aber eben auch niemandem weh tut.

Das Fazit kann man sich bei „Stay Rad!“ doch recht einfach machen: Teenage Bottlerocket hauen hier vierzehn Songs raus, die allesamt gut funktionieren. Die gute halbe Stunde wird mit abwechslungsreichen und schmissigen Titeln gefüllt, bei der wohl jeder Punk-Fan einen neuen Ohrwurm generieren kann.

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