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Teamkiller: Bound To Samsara

Einziger Glanzpunkt ist die Gitarrenarbeit
Wertung: 5.5/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 44:48
Release: 05.11.2010
Label: Let It Burn

„Bound To Samsara“ – das klingt schon nicht unbedingt nach blumigen Texten und fröhlichen Popmelodien. Düster, deprimierend, bedrohlich trifft es da schon eher – kein Wunder, steht doch „Samsara“ für den immer währenden Kreislauf des Werdens und Vergehens. Dass man da automatisch an verrottete Leichen denkt (oder geht das nur mir so?), ist vielleicht Absicht, schließlich sind Teamkiller eine knallharte Hardcore-Band, die nicht, wie man zuerst hätte vermuten können, aus Amerika kommt, sondern ganz banal in Stuttgart beheimatet ist.

Banal geht es auf der neuen Scheibe „Bound To Samsara“ leider zum Teil auch zu – da wird zwar aus allen Rohren gefeuert, der Hörer direkt im Intro mit orientalischen Klängen irregeführt und dann erstaunt stehen gelassen ob der stimmlichen Leistung von Sänger Peter, das große Feuer bleibt aber aus. Zumal Peters Stimme doch einen ungemein räudigen Klang hat, an den man sich erst einmal ein Weilchen gewöhnen muss. Mit „Bad Signs“ steht zwar seit 2006 bereits die erste Platte im Backkatalog, damals aber noch mit anderem Sänger – also ist „Bound To Samsara“ auch zu genießen, wenn man den früheren Output der Combo nicht kennt.

Fast eine Dreiviertelstunde für zehn Songs ist für Hardcore-Verhältnisse zwar fast schon ungewöhnlich lang, das liegt aber vor allem daran, dass Teamkiller gerne auch ein paar Old-School-Gitarrensoli miteinbauen. Das ist eine gute Möglichkeit, das ständige Geholze zu variieren - könnte man meinen. Schon im Intro kann man sich von den technischen Fähigkeiten von Gitarrist Felix überzeugen, obwohl der Sound, weil orientalisch gehalten, zuerst ein wenig an Melechesh erinnert. Letztendlich wird dieser Gedanke aber durch das einsetzende Hardrock-lastige Solo wieder zunichte gemacht, bevor „No More“ mehr oder weniger übergangslos nach vorne brettert. Trotz des kotzigen Tonfalls klingt Peter ein bisschen dünn – ob da wer beim Abmischen gepennt hat? Von der Dynamik her erinnern die Jungs ein wenig an Second Aid, auch wenn die Heidelberger auf ihrem letzten selbstbetitelten EP-Output eine Spur druckvoller daherkamen.

So ganz warm wird man mit dem Album irgendwie nicht. Zwar treibt „Wolfmen“ schön nach vorne, aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass Peter und Felix nicht miteinander, sondern nebeneinander her spielen. Der Gitarrist lässt zwar ein knarrendes Riff nach dem anderen vom Stapel und der Mann am Mikro frisst selbiges beinahe, aber der berühmte überspringende Funke lässt noch auf sich warten.

Überhaupt hat man beim kompletten Album irgendwie nicht so richtig das Bedürfnis, sich wild moshend in den Circle Pit zu begeben oder wenigstens zu headbangen – bis auf gelegentliche Ausnahmen plätschern die Songs hin, lediglich wenn die dreckige Lache des Sängers ins Spiel kommt („Static“) oder man von ausufernden Gitarrensoli aufgeschreckt wird (selber Song), kann man sich kurzzeitig aus seiner Apathie losreißen. Auch „Wage Of Existence“ wird wieder von der großartigen Gitarrenarbeit über die Zeit gerettet – das ist für Hardcore eher ungewöhnlich. Erst beim vorletzten „Take It To The Streets“ fällt auf, dass die letzten vier oder fünf Lieder mit nahezu dem gleichen Riff begonnen haben – das erklärt natürlich einiges. Für soviel Innovation kann es dann natürlich auch keine großartige Punktzahl geben, das ist klar. Teamkiller haben zwar ein ganz solides Album auf die Beine gestellt und auch der relativ ungewöhnliche Timbre von Sänger Peter ist für ein oder zwei Lieder durchaus interessant, wirklich über die Halbzeit retten kann die Scheibe aber nur teils wirklich großartige Gitarrenarbeit. Schade, aber mehr als fünfeinhalb Zähler sind da nicht drin.

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