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Target:Blank: Protophonic

Das Debütalbum der FFN New Sensation-Sieger
Wertung: 7.5/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 42:57
Release: 24.07.2009
Label: ASR/ Soulfood

Durch ihren Sieg beim FFN New Sensation Contest bekamen die fünf Braunschweiger von Target:Blank die Möglichkeit, ihr Debütalbum „Protophonic“ im Horus Sound Studio mit Unterstützung von Benny Schäfer (u.a. Celtic Frost, Subway To Sally) aufzunehmen. 

Das Quintett spielt im weitesten Sinne Modern Metal. Genauer betrachtet ist es eine Mischung aus amerikanischem Stadion Rock mit einigen Metal-Anleihen und ein paar elektronischen Einflüssen, welche den Sound etwas aufpeppen. Klanglich setzt man bei „Protophonic“ vor allem auf treibende Drums, druckvolle Gitarren-Riffs, einprägsame, melodische Refrains und einen zweiseitigen Gesang. Man bewegt sich zumeist im Midtempo-Bereich, lässt aber auch zwei balladeske Songs zu.

Die Stimme von Sänger Dennis Gatke ist sehr rau und dunkel. Beim Opener „As I Fall“ kommt diese teilweise leicht aggressiv und growlartig aus den Boxen. Im Gegensatz dazu setzt man bei „Into The Dark“ auf eine hellere Gesangslinie, die jedoch etwas abgehackt und stockend erscheint.

Schlagzeug und Gitarre wurden meist sehr druckvoll eingespielt. Die Gitarren-Riffs sind rockig und rhythmisch gehalten, was vor allem im Intro zu „All That Hates Me“ recht deutlich wird. Die Drums treiben das Tempo stets nach vorne, nur beim ruhigeren „Now I Can See“ schallen sie eher gesetzt und getragen aus den Boxen. Bei „All That Hates Me“ und „The Past“ wirkt das Schlagzeug jedoch etwas zu roh, was im Vergleich zu den vollen Gitarrenklängen einen komischen Beigeschmack verursacht.

Der Aufbau der Songs ist recht ähnlich und vorhersehbar. Man scheint lieber auf Nummer sicher zu gehen, anstatt sich in größere Experimente zu wagen oder ein paar Ecken und Kanten einzubauen. Dies ist schade, denn es nimmt den Stücken ein bisschen die Individualität. In den Strophen ist man eher rhythmischer und härter veranlagt und wird erst zum Refrain hin melodischer und zieht das Tempo etwas an.

Um den Tracks doch noch einen Schuss Eigenständigkeit zu verpassen, komponierte man ein paar elektronische Spielereien, Breaks und Piano-Arrangements mit hinein. So scheint  zum Beispiel der Opener „As I Fall“ kurz vor Ende noch einmal kurz Luft zu holen, um sich auf die Schlusssequenz vorzubereiten. „Into The Dark“ beginnt mit ein paar Samples, während „Why“ im Intro mit klingenden Glockenschlägen aufwarten kann.

Wie bereits erwähnt, findet man auf dem Longpalyer auch zwei balladeske Songs. Dies ist zum einen die Halbballade „A New Part“, welche, wie auch die Ballade „Afraid“, ruhig mit der Akustikgitarre beginnt. Der einzige Unterschied zwischen beiden Stücken ist, dass „Afraid“ nur auf Gitarre und Gesang setzt und somit versucht, eine Lagerfeuerstimmung zu erzeugen, während sich „A New Part“ mit Keyboardklängen und späterhin einsetzender E-Gitarre einer Steigerung unterzieht. Jedoch fehlt vor allem hier die Atmosphäre und der Track will sich nicht so recht entwickeln.

Fazit: Target:Blank können zwar kein neues Fenster öffnen, wie es der Bandname vielleicht suggerieren möchte, trotz allem bieten sie ein amtliches, handwerklich gutes Album. Zwar fehlt etwas die Eigenständigkeit und die Experimentierfreude, dafür haben sie aber bewiesen, dass sie gute Songs schreiben können und vor allem Talent für eingängige Refrains haben. Im Endeffekt sollte man nicht vergessen, dass dies das Debütalbum ist und man noch viel von den fünf Braunschweigern erwarten kann.

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