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Tarabas: Aus alter Zeit

Ein wirklich genialer Erstling
Wertung: 9.5/10
Genre: Pagan Metal , Viking Metal
Spielzeit: 53:19
Release: 10.05.2007
Label: Trollzorn

Tarabas – einigen wenigen wird dieser Name vielleicht noch etwas im Zusammenhang mit der Fernsehreihe “Prinzessin Fantaghiro“ sagen, wem nicht, der kann das auch ganz schnell wieder vergessen.

Was man allerdings nicht vergessen sollte, ist die Band „Tarabas“ aus Magdeburg, die nun mit „Aus Alter Zeit“ ihr Debüt vorlegten. Bereits im Jahr 2004 gegründet, nahm man dieses Album im September 2006 auf, in der Hoffnung, dass einige unter den Viking/Death Metal Fans gefallen an dieser Scheibe finden würden.

Zumindest in meinem Falle hat man sich da nicht getäuscht, denn die Musik überzeugt durch Abwechslungsreichtum, Melodie ohne Kitsch und sowohl gute Growls als auch Screams. Dazu wirkt auch der Abwechslungsreichtum in den einzelnen Songs, da die Titel von unterschiedlichen Musikern geschrieben worden, sie aber nicht komplett ohne Zusammenhang da stehen.

Gleich mit dem Opener „Samhain“ legt man die musikalische Richtung vor: Melodische Riffs, nettes Drumming und schöner Wechselgesang. Auch textlich ist die Umsetzung des Themas durchaus gut gelungen und die „kriegerische Pose“ ist auch noch nicht ganz so vorherrschend wie in den anderen Songs.

„Warlord“ beginnt sehr ruhig und auch zwischen den rasanten Parts springt man immer wieder in minimale Instrumentalklänge. Gerade an den Gitarren will man anscheinend beweisen, was man kann, denn immer wieder finden sich kleinere Soli. Geschickte Breaks und viel Spielfreude lassen den Song zu einem der Highlights der CD werden.

Richtig zum Bangen animiert dann auch das fast schon rockig ausgefallene „Kane“. Hier überwiegen definitiv die Screams, die sich ziemlich gut mit der veränderten Rhythmik vereinbaren lassen.

Ein weiteres Highlight der CD ist der Titelsong „Aus Alter Zeit“. Ruhig beginnend, steigert er sich immer mehr. Wieder einmal glänzen die Gitarren, wieder gelingt der Wechsel von Screams und Growls auf nahezu perfekter Ebene. Das Tempo wird immer mehr angezogen, so dass Text und Musik gut zueinanderpassen, auch wenn textlich so in etwa jedes Klischee untergebracht wurde, dessen man habhaft werden konnte. Beispiele? „…glänzt sein Schwert im roten Blut…“, „… Seite an Seite stehen sie, für die Heimat für den Sieg…“ und „… sie stürmen stolz und stark…“.

Nunja, wer es mag… ich persönlich würde bei solchen Texten immer mal gerne sehen, wie sich entsprechende Musiker in einer echten Schlacht verhalten würden, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Mir persönlich ist noch besonders das sehr basslastige „Bloodthirst“ aufgefallen. Nach den überzeugenden Gitarren nun der überzeugende Bass. Spitze! Der einzige Song der CD, der sich vorrangig im Downtempo bewegt, was der Musik auch ziemlich gut zu Gesicht steht. Umso aufmerksamer hört man dann hin, wenn sich der aufgebaute musikalische Druck immer mal wieder in schnellen Passagen entlädt. Die Frage, wo man sich textlich bewegt, beantworte ich jetzt einfach mal nicht, der Titel spricht ja für sich.

Nach dem im soliden Pagan-Metal bleibenden „Die Wiederkehr“ holt man nun auch noch mit „Hero“ den Atmosphäre-Bombast hervor. Sehr langsam und ruhig in der 1. Minute, wird es nur etwas schneller, während sich die Gitarre in ein schönes Solo reinhängt. Melodisch, atmosphärisch und noch ein Song, der definitiv anders ist als man ihn auf einem entsprechenden Album erwartet, aber ohne das Gesamtbild zu stören.

„Dekaden des Leids“ behandelt die Vergänglichkeit aller Dinge. Wollen wir hoffen, dass das nicht auch auf Tarabas zutrifft, denn es wäre schon schade, wenn sich diese Band wieder in Luft auflösen würde.

Letzten Endes kann man als Fazit nur sagen: Ein wirklich genialer Erstling! Alle Daumen hoch! Reinhören sollte man auf jeden Fall!

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