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Tank: War Nation

Gut, aber kein Vergleich zu früher
Wertung: 8.5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 49:05
Release: 04.06.2012
Label: Metal Mind Productions

Gleich vorweg: Wer auf eine weitere glorreiche Veröffentlichung wie aus den Achtzigern von Tank wartet, der kann getrost weiter warten und hier zu lesen aufhören. Was Tank auf der neuen Scheibe präsentieren, hat mit der Glorie vergangener Tage praktisch nichts zu tun.

Aber ruhig Blut. Auf „War Nation“ sind trotzdem jede Menge geiler Nummern. Die enthaltene Musik zeichnet sich durch Eingängigkeit, fette Riffs, einen beachtenswerten Gesang und coole Gitarrensoli aus. So entsteht eine flüssige, gut hörbare, relativ leicht zugängliche Musik, die durchaus ihre Anhänger finden dürfte. Die meisten, oder eigentlich alle Songs sind dem klassischen Heavy Metal zuzuordnen. Da macht auch die Powerballade „Dreamer“ keine Ausnahme. Allerdings fällt dieses Stück am weitesten aus dem sonst gesteckten Rahmen. Trotz aller Distanz zu den sonst eher schnellen Liedern auf „War Nation“ hat auch die ruhigere Nummer ihre Daseinsberechtigung. Erstens sorgt das Lied für eine schöne Auflockerung und zweitens zeigt es auch ein erweitertes Spektrum der Band.

Im Gegenzug zu dem langsamen Song gibt es aber auch richtige Schwergewichte wie „Wings Of Heaven“. Das Stück walzt wuchtig vorwärts und wartet mit einem wuchtigen Riff und guten Hooklines auf, die zu begeistern verstehen. Der Gesang ist auch hier sehr gelungen. Daneben gibt es aber auch jede Menge schneller, rockiger und treibender Nummern wie beispielsweise „Justice For All“, „State Of The Union“, „War Nation“ oder auch „Hammer And Nails“. Alle diese Nummern sind schöne Bangsongs, die direkt ins Blut gehen.

Eigentlich muss man die Scheibe auf zehn Albumtracks reduzieren. Nach der Akustiknummer wurden nämlich noch drei „Bonus“-Songs mit auf den Silberling gepackt. Da wären zuerst die beiden Livetracks „War Machine“ und „Feast Of The Devil“ zuzüglich der Akustikversion von „W.M.L.A.“. Die Livetracks enttäuschen ein wenig, denn die Atmosphäre, die ja einen Livetrack ausmacht, ist kaum zu hören. Man merkt schon, dass die Nummer nicht aus dem Studio kommt, allerdings klingt „War Machine“ so steril, dass sich der Verdacht mächtiger Overdubs schon sehr aufdrängt. Der Charakter einer Liveaufnahme und damit auch der Sinn einer solchen wurden jedenfalls bei diesem Stück grandios verfehlt. Anders sieht das bei „Feast Of The Devil“ aus. Hier kann man die Stimmung und die Power, die der Song live bringen muss, deutlich spüren.

Interessant wird die Scheibe vor allem für Metaller sein, die auf klassischen Heavy Metal stehen, der noch ursprünglich und unverfälscht klingt. Wie ganz zu Beginn schon erwähnt, kann man dem Rundling durchaus jede Menge guter Punkte abgewinnen, wenn man nicht den Fehler begeht, die alten Tank zu erwarten.

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